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WADA-Bericht sieht Beweise für staatliches Doping in Russland

Toronto | aktualisiert | Laut des WADA-Doping-Berichts gibt es Beweise für ein weit verbreitetes und staatlich gestütztes Doping russischer Athleten bei den Olympischen Spielen von Sotschi.

Ein Moskauer Labor habe die gedopten Sportler geschützt, heißt es in dem Bericht, wie am Montag bei der Vorstellung des Berichts in Toronto bekannt wurde. So seien über Jahre hinweg positive Proben verschwunden und das russische Sportministerium habe die Manipulationen überwacht.

Der Bericht gilt als Grundlage für die weiteren Diskussionen über einen Komplett-Ausschluss Russlands bei den Olympischen Spielen in Rio. Auslöser der Wada-Untersuchung waren die Enthüllungen von Grigori Rodschenkow. Der ehemalige Chef des russischen Doping-Kontrolllabors hatte behauptet, dass er in Sotschi positive Dopingproben russischer Athleten zusammen mit der Anti-Doping-Agentur Rusada sowie dem Geheimdienst auf Anordnung des Staates vertuscht habe. So seien 15 der russischen Medaillengewinner in Sotschi gedopt gewesen.

Göring-Eckardt fordert Olympia-Ausschluss für Russland

Angesichts des Vorwurfs der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen das russische Sportministerium, die Testergebnisse seiner Sportler bei den Spielen in Sotschi manipuliert zu haben, hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt gefordert, Russland von Olympia in Rio de Janeiro auszuschließen. Das sei die "einzig logische Konsequenz", sagte Göring-Eckart gegenüber "Bild" (Dienstag). "Im russischen Team wurde jahrelang mit Rückendeckung von obersten staatlichen Stellen systematisch gedopt", so die Grünen-Fraktionschefin.

"Für größtmögliche Dopingverfehlungen muss es auch größtmögliche Sanktion geben. Wenn das IOC ernst genommen werden will, muss es jetzt handeln." Konsequente Verfolgung von Dopingvergehen sei die Voraussetzung dafür, dass saubere Athletinnen und Athleten in einem fairen sportlichen Wettbewerb nicht benachteiligt, sondern geschützt werden.

Putin suspendiert nach Doping-Bericht Sportfunktionäre

Überraschende Reaktion aus Moskau auf den WADA-Doping-Bericht: Russlands Präsident Putin hat die vorläufige Suspendierung von Offiziellen angekündigt, die laut des Berichts an den Manipulationen beteiligt waren. Das gab der Kreml bekannt, allerdings ohne konkrete Namen zu nennen. Laut des am Montag in Toronto von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlichten Berichts gibt es Beweise für ein weit verbreitetes und staatlich gestütztes Doping russischer Athleten bei den Olympischen Spielen von Sotschi.

Ein Moskauer Labor habe die gedopten Sportler geschützt. So seien über Jahre hinweg positive Proben verschwunden und das russische Sportministerium habe die Manipulationen überwacht. Der Bericht gilt als Grundlage für die weiteren Diskussionen über einen Komplett-Ausschluss Russlands bei den Olympischen Spielen in Rio.

Auslöser der Wada-Untersuchung waren die Enthüllungen von Grigori Rodschenkow. Der ehemalige Chef des russischen Doping-Kontrolllabors hatte behauptet, dass er in Sotschi positive Dopingproben russischer Athleten zusammen mit der Anti-Doping-Agentur Rusada sowie dem Geheimdienst auf Anordnung des Staates vertuscht habe. So seien 15 der russischen Medaillengewinner in Sotschi gedopt gewesen.

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