Sport Leistungssport

Welt-Anti-Doping-Agentur begnadigt Russland

Victoria | Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA nach dreijähriger Sperre begnadigt. Das teilte die WADA am Donnerstag mit. Die große Mehrheit des Exekutivkomitee habe entschieden, RUSADA unter Einhaltung "strenger Auflagen" wieder einzusetzen, so die WADA. Diese Entscheidung gebe einen klaren Zeitplan vor, wonach die WADA Zugang zu den ehemaligen Moskauer Labordaten und -proben erhalten müsse, mit einer klaren Verpflichtung seitens des Exekutivkomitees.

Athleten aus Deutschland kritisierten die Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur. Die Vorsitzende der deutschen Athletenkommission, Silke Kassner, sagte "Zeit-Online": "Das macht den gesamten sauberen Sport kaputt. Wir sind fassungslos."

Kassner kündigte zudem rechtliche Schritte an: "Wir erwarten vollkommene Transparenz. Wir behalten es uns vor, den Internationalen Sportschiedsgerichtshof (CAS) anzurufen, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben wären." Kassner sagte, sie gehe davon aus, dass die deutsche Anti-Doping-Agentur (NADA), Teile des Sportausschusses im Bundestag und möglicherweise auch das Innenministerium hinter der Entscheidung stünden.

"Der deutsche Steuerzahler finanziert die WADA und damit den internationalen Antidopingkampf mit. Es liegt also auch im Interesse der Politik und der Öffentlichkeit, ein funktionierendes Antidopingsystem zu haben", sagte Kassner. Das Vorgehen sei auch mit anderen Athletenvereinigungen, wie zum Beispiel der aus Großbritannien, eng abgestimmt.

Nachdem bekannt wurde, dass Russland jahrelang systematisch seine Sportlerinnen und Sportler gedopt hat, sperrte die WADA 2015 die RUSADA. Das ist nun vorbei und damit sei für Kassner klar: "Es gab und gibt in Russland keinen kulturellen Wandel", sagte sie "Zeit-Online". Für Athleten gelte beim Doping schon immer null Toleranz, das erwarte man aber auch von der WADA: "Die WADA demütigt sich mit diesem Vorgehen selbst gegenüber Russland."

Zurück zur Rubrik Leistungssport

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Leistungssport

laeufer2010

Köln | Einige werden die Spiele noch als "Universiade" kennen, jetzt heißen sie FISU World University Games. Die Spiele sind die international drittgrößte Sportveranstaltung nach den Olympischen Spielen und den Paralympics. Sie finden 2025 in den NRW Städten Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Mülheim an der Ruhr statt.

Tokio | Die ursprünglich schon für letztes Jahr geplanten Olympischen Sommerspiele in Japan sollen dieses Jahr und wegen der Coronapandemie ohne ausländische Zuschauer stattfinden. Das IOC habe diese Entscheidung Japans akzeptiert, meldeten japanische Medien am Samstag. Japan will aus Sicherheitsgründen keine Olympia-Touristen ins Land lassen.

Brüssel | Biontech will im März vier Millionen Impfstoffdosen mehr an die EU liefern als bisher geplant. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Damit wolle man das Virus in den Hotspots bekämpfen und den freien Grenzverkehr erleichtern, hieß es.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >