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Credits zum Foto:  Guido Guidi, Millenovecentonovanta-duemilasei,
1990–2006 (01) | Foto: ©Guido Guidi,2017

Il deserto rosso now – Photographische Reaktionen auf Antonionis Filmklassiker

Ausstellung vom 1. September 2017 – 28. Januar 2018 in Raum 1

Mit dem deutsch-italienischen Ausstellungsprojekt Il deserto rosso now werden Arbeiten von über 30 Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt, die sich mit dem einflussreichen Film Il deserto rosso (1964) von Michelangelo Antonioni (1912–2007) auseinandersetzt haben. Der Regisseur zählt international zu den Filmschaffenden, deren maßgebliches Werk von Künstlern und Photographen hoch geschätzt wird. Il deserto rosso (Die rote Wüste), in der Industrieregion um Ravenna entstanden und beeindruckend insbesondere durch die innovative Farbgestaltung, bietet eine Vielzahl an künstlerischen Impulsen speziell für eine photographische Auseinandersetzung.

Die an der Ausstellung beteiligten Künstler sind der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (Klasse Prof. Joachim Brohm und Anna Voswinckel) und deren Umfeld angeschlossen sowie den photographischen Initiativen Linea di Confine in Rubiera und Osservatorio Fotografico in Ravenna. Im Jahr 2013 begaben sich die ersten Projektteilnehmer auf Spurensuche in die norditalienische Landschaft um Ravenna, die nach wie vor von Industriearealen geprägt ist. Die industrielle Kulisse im Film ist quasi der visuelle Soundtrack zu den emotionalen-schwermütigen Stimmungen der Protagonisten, insbesondere der Hauptfigur Giuliana. Das Psychogramm auszuloten und zeitgenössische Bilder zu schaffen, die Giulianas Ängste, ihre Einsamkeit und ihr Gefühl der Verlorenheit in der modernen Welt zu Ausdruck bringen und darüber hinaus ins Allgemeingültige überführen, sind Themenstränge, die in den photographischen Serien und filmischen Beiträgen der Ausstellung zum Tragen kommen.

Il deserto rosso war Antoninionis erster Film, in dem er die Farbe als ein vielschichtig ästhetisch einsetzbares Element entdeckte. So reflektieren die aktuell ausgestellten Serien immer wieder das Kolorit als gestalterische, korrespondierende und symbolische Bildmaterie. In der Gesamtschau ist die Ausstellung von großer dokumentarischer und poetischer Vielfalt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Es nehmen teil:Fabrizio Albertini, Mariano Andreani, Daniele Ansidei, Jakob Argauer, Daniel Augschöll/Anya Jasbar, Enrico Benvenuti, Joachim Brohm, Christoph Brückner, Luca Capuano, Danny Degner/Vera König, Eva Dittrich/Katarína Dubovská, Alessandra Dragoni, Johannes Ernst, Marcello Galvani, João Grama, William Guerrieri, Guido Guidi, Gerry Johansson, Sophia Kesting, Philipp Kurzhals, Dana Lorenz, Allegra Martin, Mako Mizobuchi, Francesco Neri, Andrea Pertoldeo, Sabrina Ragucci/Giorgio Falco, Alexander Rosenkranz, Valentina Seidel, Anna Voswinckel, Jakob Wierzba, Xiaoxiao Xu.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung wird der Film Il deserto rosso in der Filmpalette gezeigt, außerdem gibt es eine Führung mit dem renommierten Filmkritiker Daniel Kothenschulte.

Eröffnung: Donnerstag, 31. August, um 19:00 Uhr

Ort: Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Telefon: 0221 88895300

www.photographie-sk-kultur.de

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