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Koelnmesse 3.0 – CONFEX®: großzügige Gestaltung der Außenflächen

Kölnmesse Bilanz - Gutes Ergebnis zwischen zwei Rekordjahren

2014 deutlich besser als erwartet

2015 neue Bestmarken – 60 Mio. € Gewinn bis 2019 – Hoher Investitionsbedarf
Köln | Im turnusbedingt umsatzschwächeren Jahr 2014 hat die Koelnmesse deutlich bessere Zahlen erreicht als geplant: Der Umsatz liegt bei rund 230 Mio. Euro und ist damit 7 Mio. Euro höher als kalkuliert. Der  turnusbedingte und damit erwartete Verlust liegt im einstelligen Millionenbereich und damit erheblich niedriger als das für 2014 geplante Minus. Nach dem bisherigen Rekordjahr 2013 wird die Koelnmesse bereits 2015 wieder Bestmarken erreichen. Sie plant für das laufende Geschäftsjahr mit Rekordumsatz (rund 300 Mio. Euro) und Rekordgewinn (rund 20 Mio. Euro). Nach jetzigem Planungsstand wird das Unternehmen bis 2019 einen Gesamtüberschuss in Höhe von fast 60 Mio. Euro erreichen. Dieser wird komplett in Koelnmesse 3.0, das mit rund 600 Mio. Euro größte Investitionsprogramm der Koelnmesse-Geschichte, fließen. 

„Wir haben erneut ein selbst gestecktes Etappenziel übertroffen und zwischen zwei Rekordjahren deutlich bessere Zahlen geschrieben als erwartet“, sagte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, bei der Vorstellung der Zahlen. Als Gründe nannte Böse vor allem die überplanmäßige Entwicklung einiger Eigenveranstaltungen, der von der Koelnmesse Ausstellungen GmbH betreuten Gastveranstaltungen am Standort Köln sowie des Servicegeschäftes insgesamt. Bei aller Freude über den nachhaltigen Erfolgskurs und die guten Zukunftsaussichten mahnte Böse zur Besonnenheit: „Um die geplanten Überschüsse bis 2019 in Höhe von fast 60 Mio. Euro tatsächlich zu erreichen, brauchen wir eine stabile Wirtschaftslage. Außerdem müssen wir die Qualität unserer Leitmessen sowie der Gastveranstaltungen kontinuierlich steigern und im In- und Ausland weiter profitabel wachsen.“

Überdurchschnittliche Entwicklung von Veranstaltungen

2014  hat sich ein großer Teil der Koelnmesse-Veranstaltungen bei allen drei im Messewesen wichtigen Parametern über dem vom deutschen Messeverband AUMA ermittelten Durchschnitt entwickelt. Liegt dieser in Sachen Ausstellerwachstum bei rund 1 Prozent, sind gegenüber der Vorveranstaltung beispielsweise die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN um fast 5 Prozent, die ISM um über 6 Prozent sowie die gamescom um ebenfalls über 6 Prozent gewachsen. Deutlich höhere Besucherzahlen als bei der Vorveranstaltung verzeichneten zum Beispiel die spoga+gafa/spoga horse (Herbst) mit über 7 Prozent, die dmexco mit über 10 Prozent und die h+h cologne mit über 18 Prozent Plus. Der AUMA-Durchschnitt lag hier bei 1 Prozent. Bezogen auf die Aussteller-Standfläche hat zum Beispiel die ORGATEC um fast 4 Prozent zugelegt, die gamescom um fast 12 Prozent, die dmexco um über 20 Prozent (AUMA-Durchschnitt: kein Wachstum).
Der Erfolg des von der Koelnmesse Ausstellungen GmbH betreuten Gastveranstaltungsgeschäftes trägt mit einem hohen Anteil zu den guten Ergebnissen des Konzerns bei. Zahlenmäßig erneut herausragend war 2014 die von der Reed Exhibitions Deutschland GmbH organisierte FIBO, die in den zwei Jahren seit ihrem Wechsel von Essen nach Köln die Gesamtbesucherzahl um fast 50 Prozent auf rund 116.000 steigern konnte. Insgesamt haben sich die Kennzahlen der Gastveranstaltungen in Köln gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert – bei den Ausstellern um 21 Prozent, bei den Besuchern um 59 Prozent, bei der Fläche um 33 Prozent.

Ziel: 2030 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt

Die in den kommenden Jahren erwarteten Überschüsse investiert die Koelnmesse komplett in die Modernisierung ihres Geländes sowie in den weiteren Ausbau des Veranstaltungsportfolios im In- und Ausland. „Ziel des mit Koelnmesse 3.0 betitelten umfangreichsten Investitionsprogrammes der Unternehmensgeschichte ist, 2030 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt zu haben und bei allen wichtigen Parametern weiterhin zu den Top Ten der globalen Messebranche zu zählen“, formulierte Gerald Böse die Marschrichtung für die nahe und mittlere Zukunft.

Koelnmesse 3.0 macht das fünftgrößte Gelände der Welt in den kommenden 15 Jahren fit für das Messe- und Veranstaltungswesen der Zukunft, das geprägt ist von Digitalisierung, Eventisierung, parallel stattfindenden Fachmessen sowie neuen Formaten aus Kongressen und Ausstellungen: CONFEX®.

In den Jahren 2015 bis 2030 steht eine Reihe von Maßnahmen an:

  • Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit Schwerpunkt im 200.000 Quadratmeter umfassenden Südgelände. Alleine technische Sanierungen erfordern Investitionen im dreistelligen Millionenbereich.
  • Der Bau der Halle 1plus mit einer Brutto-Ausstellungsfläche von knapp 10.000 Quadratmetern, die es ermöglicht, das Gelände bei laufendem Messebetrieb schneller umzubauen. Hochwertige 284.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen zur Verfügung, selbst wenn einzelne Hallenbereiche zeitweise geschlossen werden.
  • Die Verbesserung der Verkehrs- und Parkraumsituation. Dazu zählt der Bau messenaher Parkhauskapazitäten, die den Wegfall von Parkflächen durch die vorgesehenen Entwicklungsprojekte im Umfeld kompensieren.
  • Attraktivitätssteigernde Maßnahmen in den Hallen und im Außenbereich wie beispielsweise Begrünung, Beleuchtung und Fassadengestaltung sowie verbesserte Wegeführung innerhalb und außerhalb des Geländes.
  • Die Verbesserung der Ausstattung mit digitalen und interaktiven Vermarktungsmöglichkeiten für die Messeteilnehmer.
  • Ein neues zentrales Eingangsterminal für die Südhallen, das die Congress-Centren West und Ost ersetzt und als Verbindung zu den angrenzenden Hallen die Flexibilität des Geländes weiter deutlich erhöht.
  • Den Bau einer CONFEX®Halle, die flexibel als Messe-, Kongress- und Eventhalle für Firmenveranstaltungen genutzt werden kann und etwa 4.000 Teilnehmern Platz bietet – auch für neue Veranstaltungsformate aus Messe und Kongress. Damit füllt sie eine Lücke im Kongressbereich, die in Köln seit Jahren existiert.

Die Koelnmesse hat grünes Licht von ihren Gremien für die Phase 1 in den Jahren 2015 bis 2020 bekommen. Das Kostenvolumen beläuft sich auf 204 Millionen Euro, die Koelnmesse wird es komplett aus eigener Wirtschaftskraft finanzieren. Darüber hinaus will das Unternehmen das gesamte Investitionsprogramm Koelnmesse 3.0 bis 2030 ohne Zuschüsse durch die öffentlichen Gesellschafter selbst finanzieren und dabei die zu erwartenden Gewinne unmittelbar reinvestieren.

Südamerika verstärkt im Fokus – neue Tochtergesellschaft Brasilien

Im Fokus der Investitionen in der Zukunft steht neben den Infrastrukturmaßnahmen und den Leitmessen in Köln insbesondere das Auslandsgeschäft. Dabei rückt Südamerika verstärkt in den Fokus der Koelnmesse und ergänzt die Reihe der Zielmärkte China, Indien, Russland, Naher und Mittlerer Osten inkl. Türkei. So hat das Unternehmen 2014 eine Kooperation mit der kolumbianischen Messegesellschaft Corferias vereinbart und eine neue Tochtergesellschaft in Brasilien, die Koelnmesse Organização de Ferias Ltda. mit Sitz in Rio de Janeiro, gegründet. Und sie hat die neue Ernährungsmesse International FoodTec Brasil in Curitiba/Brasilien erfolgreich an den Markt gebracht.
Nach Ansicht von Gerald Böse sind die Voraussetzungen für das Wachstum der Koelnmesse auch im Ausland sehr gut: „Die Koelnmesse hat heute international wieder einen hervorragenden Ruf als höchst erfolgreicher Messeveranstalter und potenzieller Geschäftspartner“, betonte der Kölner Messechef. Für 2015 sind bislang drei neue Auslandsveranstaltungen der Koelnmesse annonciert: die Ernährungsmesse ANUFOOD Eurasia in Istanbul im Mai, die Werkzeugmesse Eurasia ExpoTool, im September ebenfalls in Istanbul und die UrbanTec Brasil in Rio de Janeiro Ende September/Anfang Oktober.

Weitere Innovationen stehen an, wie Gerald Böse erklärte: „Zusätzlich zu den bereits umgesetzten bzw. beschlossenen neuen Messen sind ca. ein Dutzend internationale Projekte identifiziert, aus denen erfolgreiche Koelnmesse-Auslandsveranstaltungen werden können.“ Sie werden die rund 30 Auslandsmessen der Koelnmesse ergänzen, von denen einige führend in ihrer Region sind, beispielsweise die China International Hardware Show, die interzum guangzhou und die THAIFEX – World of Food Asia.

Insgesamt ist die Koelnmesse international gut aufgestellt – mit mehr als 100 Repräsentanzen im Ausland, darunter neun Tochtergesellschaften. Aussteller- und besucherseitig ist das Unternehmen einer der internationalsten Messeveranstalter der Welt. Fast 70 Prozent der Aussteller und ein Drittel der Besucher kommen aus dem Ausland. 

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