Textanzeigen

Konflikte – Belastung und Chance

In der laufenden Reihe ist immer wieder von Konflikten und deren Lösung die Rede. Dabei war dann immer wieder Mediation als Lösungsweg näher im Fokus. In der Alltagssprache gibt es den Begriff „Konflikt“ sehr häufig, im Berufsleben, in der Politik und in den Medien befindet sich der Themenkomplex im Zentrum der Beschäftigung, auch im Humor, im Kabarett und im Kino dreht es sich letztlich alles darum.

Es kommt zu einem Konflikt, wenn 2 (oder mehr) Menschen oder Gruppen, dasselbe anstreben, aber nur eine Seite befriedigt werden kann. Praktisch: Es gibt eine Eintrittskarte zum Fussballspiel, um diese Karte bemühen sich aber 4 Interessenten. Im Falle der Eintrittskarte wird (höchstens) einer zufriedengestellt, die anderen werden sich als Verlierer erleben.

Im Alltag ereignen sich laufend Situationen, in denen widerstreitende Interessen gewürdigt werden müssen. Die meisten dieser Konflikte lösen die Menschen allein und ohne fachliche Unterstützung. Soziale Kompetenz, Lebenserfahrung und Persönlichkeit helfen dabei, Kinder lernen im Spiel die entsprechenden Fertigkeiten. Der Umgang mit solchen Meinungsverschiedenheiten weist kulturelle Unterschiede auf und ist auch einem ständigen Wandel unterworfen! Konfliktlösung ist Alltagsaufgabe, wenn Menschen miteinander etwas bewerkstelligen wollen oder müssen. Somit sind Konflikte normal!
Je unbedeutender der Grund für die Meinungsverschiedenheit ist,  je gelassener die Beteiligten sind, desto einfacher ist die Lösung. Je komplizierter dagegen das Thema ist, je mehr Einzelaspekte mit hineinreichen, je größer die Bedeutung ist , aber auch je mehr Stress hineinreicht, desto schwieriger wird es, Einvernehmlichkeit zu erzielen. Und das gilt unabhängig davon, ob das Privatleben, die Arbeitswelt oder Nachbarschaft betroffen ist.

Es gibt grundsätzlich 3 Wege, sich mit Konflikten zu beschäftigen. Und alle diese Wege werden Sie schon selbst erlebt haben:

- Der Konflikt wird bewusst nicht wahrgenommen. „Kopf in den Sand stecken“ heißt es dazu im Sprichwort.

- Sich dem Konflikt stellen, ist naheliegend. Es ist sicherlich aber nicht die gängige Vorgehensweise. „Das Problem an den Hörner packen“ heißt es im Sprichwort.

- Die negativen Bedingungen im Zusammenhang mit dem Konflikt werden geschluckt. Der Einzelne versucht die Situation zu meiden, indem Nachteile in Kauf genommen werden.

Verschiedene Persönlichkeitstile, unterschiedliche Bedingungen, Anlaß, Möglichkeiten und Umstände beeinflussen die jeweiligen Reaktionsweisen. Viel hat der Umgang mit Konflikten auch mit dem jeweiligen Leidensdruck zu tun. Wenn der Leidensdruck zu stark wird, wird eigentlich jeder irgendwann aktiv oder am vielen „Schlucken“ zugrunde gehen!

Eskaliert die Situation, kommt es nicht selten zum Gerichtsverfahren. Der Richter soll feststellen, wer recht und wer unrecht hat. Aber recht besehen ist die Differenzierung in „Richtig und Falsch“ meist nicht eindeutig festlegbar. Dann sind andere Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbearbeitung, z.B. Mediation, passender. Das Gerichtsverfahren führt meist zu mindestens einem Verlierer (siehe oben), dagegen begleitet Mediation die Konfliktparteien auf dem Weg, eine Lösung zu finden, in der sich alle beachtet und gesehen fühlen.

Nicht wenige Konfliktsituation sind so komplex , dass alle Beteiligten Mitverantwortung für das Geschehen haben und gleichzeitig „Opfer und Täter“ sind. In solchen Fällen kann der Ausgleich nur gefunden werden, indem über die Meinungsunterschiede gesprochen wird und eine autonome Lösung gesucht wird. Bei Eskalation (verhärtete Fronten) funktioniert der entsprechende Austausch ohne Begleitung durch einen unbetroffenen Dritten, also dem Mediator, nicht!

Verhärtete Fronten, langjähriges Geschehen, gegenseitige Verletzung und Enttäuschung, Vorannahmen, Missverständnisse sind klassische Indikationen für eine Mediation. Diesen Bedingungen gemeinsam ist, dass Gefühle und Emotionen eine große Bedeutung für das Geschehen haben. Und das gilt für alle Bereiche im Alltagsleben.

Auch wenn die Menschen, die sich im Konflikt befinden, weiterhin miteinander zu tun haben werden, empfiehlt sich der Weg der Kooperation. Familien, Paare in Krise, Nachbarn sind hier Beispiele. Das gilt aber auch für Konflikte am Arbeitsplatz, wenn die Zusammenarbeit weiterbestehen soll. Akzeptiert man als Ergebnis des Konfliktes Gewinner und Verlierer , drohen wiederkehrende Auseinandersetzungen (der Verlierer sucht die Revanche) oder nachhaltig negative Konsequenzen (Bestätigt sich das Verlieren, wird der Betroffene in die „innere Kündigung oder Emigration“ gehen).

Für ein angenehmeres gesellschaftliches Miteinander bietet sich die Suche nach Wegen ohne diese negativen Effekte an!

Zum Ende dieses Abschnittes sollen aber noch die eindeutig positive Aspekte von „Konflikt“ benannt werden:  

- Konflikte halten zusammen. Konflikte zwingen die Beteiligten, einander ernst zu nehmen. Ist man einander gleichgültig, wird man nicht streiten.

- Konflikte machen Unterschiede sichtbar. Damit erst wird die Bearbeitung möglich.

- Konflikte sind Zeichen „produktiver Unruhe“, Antriebskraft für Weiterentwicklung und Anpassung an die komplexe Umwelt.

- Konflikte ermöglichen Vielfalt und Verarbeitung von Komplexität.

- Konflikte ermöglichen die Vermittlung zwischen verschiedenen Sichtweisen. So können Diffenrenzen zu Entwicklung und Nutzen führen.

Dr. med. Heinz Pilartz, Juni 2013

Haben Sie weiterführende Fragen, interessieren Sie sich für unsere Angebote?

Besuchen Sie unsere Homepages,  dort finden Sie Veranstaltungshinweise, frühere Artikel dieser Reihe und weitere nützliche Hinweise. Nutzen Sie unsere Kontaktadresse, wir werden antworten!

1) Dr. med. Heinz Pilartz    www.forum-M-pilartz.de
2) Arno Zurstrassen         www.arztundrecht.de
3) Marie-Luise Roters       www.mlroters.de
4) Waltraud Istas-Schäfer www.en-detail.net
5) Helga Weiß                  www.en-detail.net
6) Sabine Krause              www.KrauseMediation.de

Zurück zur Rubrik Textanzeigen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Textanzeigen

Erdbeeren_krewelshof_pr_8517_articleimage

Täglich frischen Spargel und Erdbeeren gibt es im Hofmarkt auf dem Krewelshof in Lohmar und in der Eifel. Mehrere Frühstücksarten sind beim Krewelshof verfügbar.

oktoberfest_20_06_17_articleimage

14 Jahre Oktoberfest Gaudi in Köln. In dem Festzelt im Kölner Süden wird auf über 3.000 Quadratmeter geschunkelt, gesungen und gefeiert. O‘Zapft is heißt es im September. Die Idee zum 1. Kölner Oktoberfest entstand beim Besuch des Münchner Oktoberfest im Jahre 2004. Ein großes Festzelt, Weißwurst, Kölsch aus Krügen, Blasmusik, Lederhosen und Dirndl. Eben all das, was das Herz eines echten Bayern schneller schlagen lässt, sollte auch die Kölner begeistern. Und die Kölner als feierfreudiges Volk bekannt, kamen gerne. Die Resonanz und das Interesse waren so groß, dass die Initiatoren 2018 nun bereits zum vierzehnten Mal in Folge das kölsch bayrische Fest zelebrieren.

mitsommer_ad_07052018

Köln | Das Mittsommerfest kommt auch dieses Jahr wieder nach Köln! – ein Fest für die ganze Familie mit abwechslungsreichem Programm, hochwertigem kulinarischen Angebot und einem schönen großen Kunsthandwerkermarkt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS