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Illustration: Stadt Köln

Archäologische Zone und Jüdisches Museum - Stand der Dinge

Köln | Bei dem Rundgang über die Baustelle der Archäologischen Zone informierte die Stadt Köln am heutigen Tag, über die bisher abgeschlossenen und die noch folgenden Arbeiten, für die Realisierung der Zone und der geplanten Gebäude. Seit 2007 untersuchen Archäologen nun den Rathausplatz und seine Umgebung.

Seit 2007 untersuchen Archäologen den Rathausplatz und seine Umgebung. Sie begannen am südlichen Teil des Platzes, setzten die Grabungen am nördlichen Teil fort und graben seit Anfang März 2016 unmittelbar vor der Laube in etwa 3,5 Meter Tiefe. Die Archäologische Zone erstreckt sich von dem zwischen Obenmarspforten und Unter Goldschmied gelegenen Areal, über die Fläche zwischen Spanischem Bau und dem Rathausturm bis zum römischen Statthalterpalast „Praetorium“ im Untergeschoss des Spanischen Baus. In diesem Bereich soll auch noch in diesem Jahr das Jüdische Museum stehen.

Bisher soll – um die Ruine des römischen Statthalterpalastes, sowie die Reste eines der bedeutendsten jüdischen Stadtquartieren Europas – gegraben, gepinselt und gesichert worden sein. „Wir haben nicht erwartet, dass die Funde aus dem Mittelalter und dem römischen Reich noch so gut erhalten sind“, so Garry White, stellvertretender Leiter der Archäologischen Zone. Zu den bisherigen Funden gehören viele Gegenstände aus dem damaligen jüdischen Viertel, wie zum Beispiel Lampen, Gürtel, Teile und Teile eines Rednerpultes einer Synagoge.
Strom- und Telekommunikationskabel sowie Wasserohre und Gasleitungen seien bereits verlegt und geschaffen worden. Somit soll nun Platz für die Gründungspfähle geschaffen sein, denn diese sollen in naher Zukunft den Museumsbau tragen.

Die noch folgenden Großbaumaßnahmen stehen der Stadt Köln noch bevor. Ein 50 Zentimeter starker Stahlbetondeckel soll die unterirdische Welt der Archäologie – im Bereich des Rathaus- und Augustusplatzes – überspannen. Dafür müssen man vorerst den darunter liegenden Bereich mit Sand füllen, den Stahlbetondeckel darüber spannen und den Sand dann wieder aussaugen, um die Befunde zu schützen. Dieser Deckel und das spätere Museum, sollen dann auf Bohrpfählen stehen können und gleichzeitig die Außenwände der Archäologischen Zone bilden. Die dafür nötigen Bohrarbeiten – führt das beauftragte Unternehmen – Ende Mai bis September diesen Jahres durch. Bei diesen Bohrarbeiten handelt es sich um 350 bis 400 Bohrlöcher, die jeweils 30 Meter tief und 60 bis 90 Zentimeter breit sein sollen, die später mit Beton ausgegossen werden sollen.

Das Ende dieser Ausgrabung ist für Mitte April geplant. Die restlichen Ausgrabungsarbeiten in diesem Bereich soll das Grabungsteam unter dem Stahlbetondeckel durchführen. Die bereits erkundeten Ausgrabungsflächen seien wieder mit Sand und Schotter verfüllt worden, um die Befunde zu schützen. Mit dem Ende aller Grabungen sei bis Sommer 2016 zu rechnen. Mit den Bohrarbeiten wolle man im Juni beginnen. Schlussendlich soll die Stahlbetondecke im November realisiert werden. Ein komplettes Ende aller Arbeiten sei für Beginn 2017 vorgesehen. Die gesamten kosten erstrecken sich auf 61,5 Millionen Euro.

Rund um die Uhr überwacht und kontrolliert wird das Bauumfeld, von der Stadt Köln, durch ein Erschütterungsmonitoring. Diese sei mit Schwingungsmeldern ausgestattet, die sämtliche Veränderungen dokumentiert und im Bedarf automatisch Alarm schlägt.

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