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Kalk-Post: Auseinandersetzung zwischen Feiernden und der Polizei

Köln | Am heutigen Samstag Morgen ist in Köln-Kalk eine Party aus dem Ruder gelaufen. Es kam zu einem Polizeieinsatz, den Polizei und Beteiligte unterschiedlich wahrgenommen haben und schildern. Die Polizei spricht von fünf Personen, die in Gewahrsam genommen wurden und Anzeigen wegen Landfriedensbruch, einer Strafanzeige gegen Unbekannt, wegen Körperverletzung und einem verletzten 28-jährigen Mann, der ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Polizeieinsatz steht in keinem Zusammenhang mit dem Autonomen Zentrum, stellt die Kölner Polizei klar.

Die Sicht der Augenzeugen

Gegen zwei Uhr morgens, so schildern es Betroffene, sei die Polizei massiv mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen eine Gruppe von rund 50 friedlich auf dem Platz an der Kalker Post sitzende Menschen vorgegangen. Es habe im Vorfeld des Polizeieinsatzes keine deeskalierenden Maßnahmen von Seiten der Polizei gegeben, sondern die Beamten seien ohne Vorwarnung auf die auf dem Platz sitzenden Menschen losgegangen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, so Augenzeugen gegenüber report-k.de, die sich geschockt äußerten. Die Leitstelle der Kölner Feuerwehr, die den Rettungsdienst koordiniert, spricht von zwei Rettungsdiensteinsätzen im Zeitraum zwischen zwei und drei Uhr morgens an der Kalker Post.

Die Sicht der Polizei

Die Kölner Polizei stellte gegenüber report-k.de die Sachlage anders dar. Gegen 1:00 Uhr Nachts begann für die Kölner Polizei das Einsatzgeschehen an der Rolshover Straße. Dort feierten rund 50-60 Menschen auf der Straße und zwischen 100 und 150 in einem Gebäude. Man habe Kontakt zum Veranstalter der Party aufgenommen, wodurch die Veranstaltung komplett in das Haus verlegt worden sei. Dadurch wurde es aber nicht leiser und die Nachbarbeschwerden hielten an. Nach nochmaliger Vorsprache durch die Beamten beendete der Veranstalter sein Fest und die Feiernden verteilten sich in der näheren Umgebung. Hier kam es zu einer Straftat, als ein Mann in einen Vorgarten urinierte. Dies missfiel dem Besitzer des Vorgartens, der nachdem er sich beschwerte, mit einer Bierflasche niedergeschlagen wurde. Der 28-jährige Nachbar musste mit Verletzungen in eine Kölner Klinik eingeliefert werden. Hier ermittelt die Kölner Polizei gegen Unbekannt und fertigte eine Strafanzeige.

Die Feiernden hatten sich zu Gruppen von rund 30 Personen im Veedel verteilt und zum Weiterfeiern auf dem Platz vor der Kalker Post verabredet, beschreibt die Polizei die Lage. Man erteilte den Feiernden eine Platzverweis für die Kalker Post und die Rolshover Straße. Zu dem Zeitpunkt sollen sich rund 60 Personen auf der Platzfläche aufgehalten haben, die auch immer wieder die Beamten schmähten. Ein 37-jähriger Mann soll, so die Polizei dabei als Rädelsführer aufgetreten sein, der immer wieder den Beamten „Bullenschweine“ oder „Wixer“ zurief und versuchte die Anderen aufzustacheln. Die Polizei versuchte den „Rädelsführer“ in Gewahrsam zu nehmen und setzte dabei auch Pfefferspray ein. Im Laufe dieser Aktion soll es auch vermehrt zu Flaschenwürfen aus der Gruppe auf die Beamten gekommen sein, verletzt wurde dabei keiner der Polizisten. Ein Mann der dem „Rädelsführer“ zu Hilfe kommen wollte und unter anderem Beamte auch immer wieder attackiert haben soll, wurde von einem Diensthund gebissen und musste ambulant behandelt werden. Ebenso wie eine 30-jährige Frau, die Beamte getreten haben soll. Am Ende haben die Beamten der Kölner Polizei fünf Personen in Gewahrsam genommen, die alle gegen sieben Uhr morgens wieder auf freiem Fuß waren, darunter zwei Frauen. Sie erwartet eine Anzeige wegen Landfriedensbruch.

Die Kölner Polizei wies ausdrücklich und mehrfach darauf hin, dass sie keinen Zusammenhang zum Autonomen Zentrum sehe.

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