Titelthemen

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Preisgeber und Preisträger: Caner Aver, Mehmet Gürcan Daimagüler, Serkan Alkan, Kemal Sahin, Seda Başay-Yıldız und Onur Özata (nicht mehr im Bild).

Plattino-Preisverleihung in Köln – NSU-Opferanwälte ausgezeichnet

Köln | Im Börsensaal der Industrie- und Handelskammer (IHK) verlieh heute die Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform (TD-Plattform) die Plattino-Preise. Ausgezeichnet wurden die NSU-Opferanwälte Mehmet Gürcan Daimagüler, Serkan Alkan, Seda Başay-Yıldız und Onur Özata, die die Opfer in der Nebenklage unterstützen und das NRW-Talentscouting. Verena Schäffer, Grüne, im NSU-Ausschuss des NRW-Landtages hielt die Laudatio und Gürcan Daimagüler eine beeindruckende Rede mit Fragen aus dem NSU-Prozess an die Zivilgesellschaft. Er und Seda Başay-Yıldız erinnerten an das Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Opfern versprochen hatte, die NSU-Morde vollständig aufzuklären.

Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute aus dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales hielt ein flammendes Plädoyer für Integration: „Unser Land NRW wäre niemals so stark geworden wie es heute ist, wirtschaftlich, kulturell – im gesamten Zusammenleben, wenn nicht die Menschen in verschiedenen Etappen aus verschiedenen Ländern zu uns gekommen wären. Das Ganze kann nur gut funktionieren, wenn Menschen, die zu uns kommen, auch teilhaben können, wenn sie wie Du und ich Teil der Gesellschaft werden können. Integration heißt für mich nicht, dass Menschen so werden wie alle, ich oder der Andere, sondern Teil der Gesellschaft.“

Der Plattino-Preis wurde zum 7. Mal vergeben, Preisträger war auch schon Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder. 2017 sind die Preisträger die NSU-Opferanwälte Mehmet Gürcan Daimagüler, Serkan Alkan, Seda Başay-Yıldız und Onur Özata sowie die NRW-Talentscouts Marcus Kottmann und Suat Yilmaz. Mit dem Plattino-Preis werden seit 2009 Menschen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für die deutsch-türkischen Beziehungen einsetzen und damit einen wesentlichen Beitrag zum gegenseitigen Verstehen und der Integration der türkischstämmigen Zuwanderergemeinde in Deutschland leisten. Initiator ist der Verein Türkisch-Deutsche Studierende und Akademiker Plattform (TD-Plattform).

Verena Schäffer, Grüne, im NSU-Ausschuss des NRW-Landtages hielt die Laudatio für die NSU-Opferanwälte. Sie betonte, dass die Taten des NSU rassistisch geprägt waren, aber auch die Ermittlungen der Behörden. Den Anwälten dankte sie für Ihre Beharrlichkeit im mittlerweile vier Jahre andauernden Münchner NSU-Prozess, dass sie den Angehörigen der Opfer zur Seite stehen, aber auch das Thema in der Öffentlichkeit wach halten. Dies sei wichtig in einer Zeit, in der die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Deutschland anstiegen. „Wir wissen, dass rassistisches und menschenverachtendes Denken und auch eine Verschiebung von Sagbarkeitsgrenzen den wir momentan erleben zu mehr rassistischer Gewalt führen. Gewalt ist ein fester Bestandteil rechtsextremer Ideologie.“

Mehmet Gürcan Daimagüler verdeutlichte an einem Beispiel aus dem Prozess, dass man Zweifel daran hegen müsse, ob der deutsche Staat und damit Bundeskanzlerin Merkel wirklich den NSU-Komplex komplett aufklären wollten. Immer wieder betonte er die Verbundheit mit dem Land und dass Deutschland gut sei und die Menschen auch. Diese forderte Daimagüler auf laut zu sein und zu werden: „Wir dürfen den öffentlichen Raum und den öffentlichen Diskurs nicht den Schreihälsen überlassen. Ich weiß, dass Hass und Wut viel einfach zu Aktionen führen. Aber von mir aus kann eine AfD 50.000 oder 100.000 Follower auf Facebook haben. Es gibt immer noch mehr als 82 Millionen Menschen in diesm Land, die das anders sehen und nicht so viel Haß im Herzen haben.“ Sie und wir müssten aufstehen, forderte Daimagüler und sagte: „Ich möchte dieses Land, ein gutes Land nicht den Menschen überlassen, die nur Hass, Wut und Zerstörung in ihren Herzen tragen.“

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