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Die Geschäftsführung der Stadtwerke Köln (vlnr.): Jürgen Fenske, Dieter Steinkamp (Sprecher der Geschäftsführung), Horst Leonhardt

Stadtwerke Köln Konzern meldet 367 Millionen Euro Umsatzrückgang in 2014

Köln | Die Stadtwerke Köln haben für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang von  367 Millionen Euro auf rund 4,6 Mrd. Euro zu verbuchen. Der Jahresüberschuss der Holding fällt mit 51,5 Millionen Euro rund 28 Prozent niedriger als im Vorjahr aus (2013: 71,8 Millionen Euro) und bleibt damit deutlich unter der Zielvorgabe von 60 Millionen.

Die Wertschöpfung der Gesellschaften des Stadtwerke Köln Konzerns zugunsten der Stadt Köln beziffern die Stadtwerke mit insgesamt 234,7 Millionen Euro (Vorjahr: 275,2 Millionen Euro). Neben der Gewinnausschüttung von 51,5 Millionen Euro sind darin auch Verlustübernahmen für KVB und Kölnbäder miteinbezogen. Hinzu kommen die Konzessionsabgabe der Rheinenergie in Höhe von rund 63 Millionen Euro sowie Gewerbesteuer in Höhe von rund 3,6 Millionen, die die SWK an die Stadt abführt.

Maßgeblich ist der Rückgang bei den Zahlen auf den Hauptertragsbringer Rheinenergie zurückzuführen. Für das Jahr 2015 geht Dieter Steinkamp, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln davon aus, dass das Ergebnisziel von 60 Millionen Euro wie geplant realisiert werden kann.

Stadtwerke Köln Konzern – Geschäftsjahr 2014 in Zahlen:

Mitarbeiterzahlen:
Ende 2014 beschäftigte der Stadtwerke Köln Konzern insgesamt 11.834 Mitarbeiter, einschließlich 374 Auszubildender – damit ist man einer der größten Arbeitgeber in Köln. Konzernweit erhöhte sich die Zahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Vorjahr um 224, hauptsächlich durch zwei weitere Unternehmen im Konsolidierungskreis.

GEW Köln: deutlich geringeres Ergebnis

Die GEW betreibt als reine Holding kein operatives Geschäft. Daher leitet sich das Geschäftsergebnis im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen ihrer Beteiligungen ab. Der Löwenanteil von 105,2 Millionen Euro kommt von der Rheinenergie. Weitere positive Ergebnisbeiträge stammen aus den Beteiligungen an der Netcologne – hieraus resultieren neun Millionen Euro (phasenverschoben aus 2013, der Brunata-Metrona mit 16,6 Millionen Euro und den Stadtwerken Düsseldorf, die 3,7 Millionen zum Ergebnis der GEW beisteuern. Belastet wurde das Ergebnis durch eine Wertberichtigung auf den Beteiligungsbuchwert der NetCologne infolge reduzierter zukünftiger Ertragserwartungen in Höhe von 60 Millionen Euro. So sei das 2007 angenommene Jahresergebnis von durchschnittlich 20 Millionen Euro in den Folgejahren stetig unterschritten worden, so Steinkamp.

Die Ergebnisabführung der GEW Köln an die Stadtwerke Köln beträgt 137,4 Millionen Euro (Vorjahr 142,2 Millionen Euro). Davon stammen 77 Millionen aus dem Unternehmensergebnis für 2014 und 59,6 Millionen Euro aus der Entnahme aus Gewinnrücklagen des Unternehmens.

KVB: Fahrgelderlöse gesteigert – rückläufige Fahrgastzahlen

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) bescheinigte seinem Unternehmen ein gutes Geschäftsjahr 2014. Demnach konnten die Fahrgelderlöse im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 222,9 Millionen Euro gesteigert werden, trotz sinkender Fahrgastzahl um 0,5 Prozent oder 1,5 Millionen auf 275,1 Millionen Fahrgäste. Das Unternehmensergebnis habe sich wegen erhöhter Betriebsaufwendungen, unter anderem aufgrund wachsender Abschreibungen, gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent verschlechtert, so Fenske. Der Aufwanddeckungsgrad der KVB sank im Vergleich zum Vorjahr leicht von 76,7 Prozent (2013) auf 76,5 Prozent.

Mit von 86,9 Millionen Euro auf 91,1 Millionen Euro gestiegenen Verlust sei das Unternehmensergebnis jedoch um 2,6 Millionen Euro besser ausgefallen als geplant.
Im Geschäftsjahr 2014 erreichte die KVB erneut ein sehr hohes Investitionsvolumen. Die Investitionsausgaben umfassten insgesamt 116,4 Millionen Euro (Vorjahr 129,0 Millionen Euro). Ein Großteil dieser Investitionen fließe in den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn. Eine Teilinbetriebnahme der Südstrecke der neuen Linie 17 soll im Dezember 2015 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke werde sich jedoch aufgrund der Verzögerungen beim Fortschritt des Beweissicherungsverfahrens am Waidmarkt erst nach 2019 realisieren lassen.

HGK mit weniger Gewinn

Als Gemeinschaftsunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) und der Neuss-Düsseldorfer Häfen bündelt die Rhein-Cargo das operative Geschäft der Häfen und der Gütereisenbahn. Ihre Leistungsumfänge gingen 2014 um rund 3,5 Prozent zurück. Rückläufig war laut Horst Leonhardt, Sprecher des Vorstandes der HGK, besonders der Kohleumschlag, zum einen aufgrund der zunehmend stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien und der entsprechend geringeren Auslastung der Kraftwerke, zum anderen aufgrund der milden Temperaturen zu Beginn und Ende des Jahres. Von diesen profitierte die HTAG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HGK, die 14,4 Prozent mehr Baustoffe transportierte als 2013. Die HGK erzielte 2014 einen Gewinn von 4,6 Millionen Euro (Vorjahr 6,0 Millionen Euro).

AWB Köln mit Umsatzsteigerung

Die AWB  konnten ihren Umsatz 2014 durch Leistungsausweitung und die konsequente Ausrichtung auf Qualität und Service von 128,8 Millionen Euro um 2,6 Prozent auf 132,2 Millionen Euro steigern. Der Ergebnisbeitrag für die Stadtwerke Köln beläuft sich für das Geschäftsjahr auf 14,4 Millionen Euro.

Kölnbäder mit Verlust auf Vorjahresniveau

Die Kölnbäder erzielten 2014 einen Umsatz in Höhe von 12,4 Millionen Euro, geringfügig weniger als 2013 (12,8 Millionen Euro). Trotz einer witterungsbedingt mauen Freibadesaison mit 20 Prozent weniger Freibadegästen im Vergleich zum Vorjahr mit Rekordbesucherzahlen schloss das Unternehmen das Jahr mit einem nahezu unveränderten Fehlbetrag in Höhe von 19,1 Millionen Euro ab (Vorjahr 19,0 Millionen Euro).

Erstmals Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt

Der Stadtwerke Köln Konzern legt erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht vor. Diese Dokumentation sei sowohl eine aktuelle Bestandsaufnahme als auch eine Selbstverpflichtung, künftig noch besser zu werden, so der Konzern.

Dieter Steinkamp erklärt: „Wir und unsere rund 11.800 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiterhin mit Hochdruck für eine wachsende, leistungsfähige und lebendige Stadt arbeiten. Damit stehen wir zu unserem Versprechen: Da sein für Köln – auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.“ In den letzten 10 Jahren haben die Stadtwerke laut eigenen Angaben insgesamt fast 700 Millionen Euro Gewinne an die Stadt Köln abgeführt und rund 4,2 Milliarden Euro in Sachanlagen investiert.

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