Wirtschaftsnachrichten

Berlin | Der Online-Experte und Gründer der Internetseite Netzpolitik, Markus Beckedahl, hat nach der Digitalklausur der Bundesregierung deren Strategie kritisiert. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe "eine neue Ankündigungsstrategie vorgelegt", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). "Doch konkrete Maßnahmen muss man mit der Lupe suchen."

Berlin | Die deutsche Wirtschaft hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, Investitionen in Afrika, wie von der Regierung zugesagt, stärker zu unterstützen.

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Dessau-Roßlau | In Deutschland sind im Jahr 2017 insgesamt 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall angefallen: Das ist ein Anstieg um drei Prozent gegenüber 2016 und ein neuer Höchststand, teilte das Umweltbundesamt (UBA) am Montag mit. Pro Kopf und Jahr entspricht dies durchschnittlich 226,5 Kilogramm Verpackungsabfall. Der Anteil von privaten Endverbrauchern an diesem Gesamtaufkommen betrug vor zwei Jahren 47 Prozent.

Stockholm | Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hält ein dichtes Netz von öffentlichen Elektroauto-Ladestationen für unnötig. "Nur ein kleiner Teil der Ladesäulen wird nach unserer Erwartung an Tankstellen oder an öffentlichen Plätzen stehen", sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall der "Welt am Sonntag". Die meisten Fahrzeuge würden zu Hause und am Arbeitsplatz geladen, so der Vattenfall-Chef weiter.

Düsseldorf | Der Vorstandsvorsitzende des Stromproduzenten Uniper, Andreas Schierenbeck, hat sich zuversichtlich gezeigt, das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 ans Netz zu bekommen. "Für Datteln 4 haben wir bereits seit Januar 2017 eine gültige emmissionsschutzrechtliche Genehmigung. Deshalb setzen wir alles daran, dass wir das Kraftwerk im Sommer 2020 ans Netz bringen können", sagte Schierenbeck der "Rheinischen Post".

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Berlin | Arbeitnehmer in Deutschland haben im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 960 Millionen Überstunden geleistet – davon waren mit 490 Millionen mehr als die Hälfte unbezahlt.

Köln | 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) haben sich heute laut des Deutschen Journalisten Verbandes NRW (DJV-NRW) an einem Warnstreik an allen 11 Standorten des Senders beteiligt, darunter auch in Köln. Der DJV-NRW geht von Programmausfällen und -verschiebungen aus.

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Köln | Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, hat die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert. "Wenn man von uns erwartet, dass wir den bestmöglichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, dann sollte auch die Politik ihren Beitrag leisten", sagte Spohr dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Er sei enttäuscht, "dass beispielsweise entgegen anderslautender Ankündigungen die Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer nicht für ein kraftvolles Engagement für alternative Kraftstoffe genutzt" würden, so der Lufthansa-Chef weiter.

Deutsche Wirtschaft wächst wieder

Wiesbaden | Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im dritten Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent höher gewesen als im Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Demnach schrammte die deutsche Wirtschaft knapp an einer Rezession vorbei, von der man bei zwei Minus-Quartalen in Folge gesprochen hätte.

Düsseldorf | Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter rechnet nach der Übernahme des Kabelnetzes von Unitymedia mit sinkenden Preisen. "Für die Kunden wird es günstiger, je mehr Dienstleistungen wir ihnen in Bündelprodukten anbieten können", sagte Ametsreiter der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Im August hatte die EU-Kommission dem Milliarden-Deal zugestimmt.

Frankfurt/Main | Die Flugbegleitergewerkschaft UFO und die Deutsche Lufthansa haben sich auf eine Schlichtung geeinigt. Für die Dauer der Schlichtung gelte "eine absolute Friedenspflicht bei Lufthansa. Streiks sind damit bis auf Weiteres ausgeschlossen", teilte die Fluggesellschaft am Dienstagnachmittag mit.

Stuttgart | Der Autobauer Daimler wird künftig keine Dieselmotoren mehr in seinem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim montieren. "Angesichts der absehbar schwächer werdenden Nachfrage nach Dieselfahrzeugen haben wir uns im Sommer in Untertürkheim neu sortiert und eine Betriebsvereinbarung geschlossen, die vorsieht, dass wir uns bei der Montage zukünftig stärker auf Benziner fokussieren", sagte Michael Häberle, Daimler-Betriebsratschef in Untertürkheim, dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Das ist ein Novum", ergänzte er.

Berlin | Die Mieten für aktuelle Wohnungsangebote sind in allen ostdeutschen Bundesländern niedriger als in den westlichen Bundesländern. Das ergab eine Datenauswertung des Maklerunternehmens Homeday für die "Welt am Sonntag". Demnach verlangten Vermieter in Bayern im dritten Quartal 2019 im Schnitt 6,90 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter für einen neuen Mietvertrag.

Stuttgart | Der Automobilhersteller Daimler will weltweit 1.100 Arbeitsplätze für Führungskräfte abbauen, in Deutschland wäre davon etwa jeder zehnte Mitarbeiter in leitender Position betroffen. Zudem fordere das Management von den Arbeitnehmern, im kommenden Jahr auf die Tariferhöhungen und individuellen Lohnsteigerungen zu verzichten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine Rundmail des Gesamt-Betriebsrats. Darin habe Betriebsratschef Michael Brecht Widerstand gegen die Pläne des neuen Daimler-Chefs Ola Källenius angekündigt.

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Köln | Auf dem 15. Kölner Arbeitgebertag hat Nordrhein-Westfalen´s Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch im Pullmann-Hotel in Köln ein Fazit zur Halbzeit der schwarz-gelben Landesregierung gezogen. Er betonte, dass eine Energie- und Mobilitätswende nicht ohne die angeschlagene Automobilindustrie möglich sei.

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