Wirtschaftsnachrichten

Berlin | Deutschlands Krankenhäuser stellen offenbar den gesetzlichen Krankenkassen zu viel Geld in Rechnung. Jede zweite geprüfte Abrechnung für die Behandlung der jährlich insgesamt rund 20 Millionen Patienten in den Kliniken sei fehlerhaft, berichtet die "Welt" unter Berufung auf einen noch unveröffentlichten Bericht des Rechnungshofs an die Bundesregierung. Die gesetzlichen Krankenkassen gaben 2017 fast 75 Milliarden Euro für die stationäre Behandlung von Patienten in Krankenhäusern aus - mehr als für alle anderen Bereiche im Gesundheitswesen.

Berlin | Angesichts der Konjunkturschwäche und wachsender Haushaltsnöte drängen führende Ökonomen und Wirtschaftsvertreter die Bundesregierung zu einem Kurswechsel. "Deutschland befindet sich im Abschwung, und sollten sich die internationalen Handelskonflikte zum Handelskrieg auswachsen, wird das die hiesige Wirtschaft nach unten ziehen", sagte der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, in der "Welt". Mittelfristig sehe er bei einer Politik des "Weiter so" große Probleme auf Deutschland zukommen, warnte der Top-Ökonom.

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München | MAN-Chef Joachim Drees, Chef des Münchner Lkw-Herstellers, sprach mit der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe) über autonom betriebene LKW, den Beruf des LKW-Fahrers und die Busflotten von Kommunen.

Berlin | Die nach Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) befürchtete Abmahnwelle für Unternehmen der Digitalwirtschaft ist ausgeblieben. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) unter 237 Experten aus BVDW-Mitgliedsunternehmen hervor, über die das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet. Demnach haben nur vier Prozent der Befragten (Juni 2018: fünf Prozent) Abmahnungen erhalten, die sich auf die DSGVO stützen.

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Köln | 10 Wochen warten Deutsche auf einen Handwerker im Durchschnitt. In Köln jubilieren die meisten Unternehmen der Handwerksbranche über die aktuelle Wirtschaftslage. Aber welchem Gewerk geht es am Besten und wie lange warten Kunden in Köln auf einen Handwerker?

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München | Am letzten Tag der Fußballbundesliga-Saison ist auch das Ringen der beiden bayerischen Autobauer BMW und Audi um das millionenteure Sponsoring beim FC Bayern offenbar entschieden. Laut eines Berichts der "Welt" sind die Gespräche zwischen dem FC Bayern und BMW über einen Einstieg und ein langfristiges Sponsoring gescheitert. BMW hatte versucht, Audi vorzeitig als Großsponsor abzulösen.

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Frankfurt/Main | Bei der Lufthansa zeichnen sich in großem Stil Aktienaufkäufe ausländischer Investoren ab. Die "Welt am Sonntag" berichtet, ein auf dem Kaiman-Inseln registrierter und von London aus gesteuerter Hedgefonds halte jetzt über Aktien und andere Finanzinstrumente 7,7 Prozent an der Airline. Dies gehe aus Stimmrechtsmitteilungen hervor.

Berlin | Rubin Ritter, Chef des Mode-Versenders Zalando, hat das neue Modell des Unternehmens zur Vorstandsvergütung gegen Kritik verteidigt. Es sieht eine extrem erfolgsabhängige Spreizung der Bezahlung des dreiköpfigen Führungsteams auf der Basis von Aktienoptionen vor. Je nach Lage könne die Vergütung zwischen 65.000 Euro Grundgehalt jährlich und angeblich bis zu 170 Millionen Euro pro Person in den nächsten fünf Jahren schwanken, schreibt die "Welt am Sonntag".

Berlin | Die Fleischbranche muss sich in den kommenden Jahren auf einen gewaltigen Umbruch einstellen. Das sagt eine aktuelle Erhebung der Unternehmensberatung A. T. Kearney voraus, für die Experten und Unternehmen weltweit befragt wurden und über die der "Spiegel" berichtet. Demnach könnte der Absatz von veganen Fleischimitaten und künstlichem Fleisch in den nächsten Jahren explosionsartig wachsen - zulasten des herkömmlichen Fleischverzehrs.

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Köln | Stark digitalisierte Unternehmen haben in den vergangenen Jahren im Durchschnitt mehr Mitarbeiter eingestellt als weniger digitalisierte Firmen. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über welche die "Rheinische Post" berichtet. Demnach haben in den Jahren 2015 bis 2017 rund 62 Prozent der stark digitalisierten Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Gastgewerbeumsatz im März gestiegen

Wiesbaden | Das Gastgewerbe in Deutschland hat im März 2019 preisbereinigt 1,6 Prozent mehr umgesetzt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Umsatz stieg nominal um 3,1 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Die Beherbergungsunternehmen wiesen im März 2019 real 2,3 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahresmonat aus.

Wiesbaden | Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im ersten Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent höher gewesen als im Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Im dritten und im vierten Quartal 2018 war die deutsche Wirtschaftsleistung mit -0,2 Prozent und 0,0 Prozent noch leicht rückläufig beziehungsweise stagnierte.

Berlin | Kunden müssen laut einer aktuellen Umfrage im Schnitt fast zehn Wochen auf einen Handwerker warten. Das geht aus der Frühjahrsbefragung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor, über die das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet. "Im Gesamthandwerk dauert es inzwischen im Durchschnitt fast zehn Wochen, bis ein Auftrag erfüllt werden kann", heißt es darin.

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Luxemburg | aktualisiert | Die EU-Mitgliedstaaten müssen Arbeitgeber dazu verpflichten, Systeme einzurichten, mit denen die tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann. Das geht aus einem Urteil der Europäischen Gerichtshofs vom Dienstag hervor. Arbeitgeber müssen demnach verpflichten werden, ein "objektives, verlässliches und zugängliches System" einzurichten, mit dem die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit gemessen werden könne.

Berlin | Die Steuerberater lehnen die geplante Verschärfung der Grundsteuer ab, da sie die Regelungen für kaum mehr handhabbar halten. Der Präsident ihrer Kammerorganisation, Raoul Riedlinger, schlägt alternativ einen radikal anderen Weg vor: "Eigentlich sollte man die Grunderwerbsteuer abschaffen und durch die Umsatzsteuer ersetzen und dafür einen Satz von 3,5 Prozent festlegen", sagte er der FAZ (Dienstagausgabe). Bis 2006 galt in ganz Deutschland dieser Satz für die Grunderwerbsteuer.

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