Wirtschaftsnachrichten Bildung

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Das NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) in Köln.

200.000 Euro für Schulen in NRW für Fahrten zu Gedenkstätten

Köln | Die Fraktionen des NRW-Landtags beschlossen im Mai 2018 Fahrten von Schulen im Land zu Gedenkstätten mit einer Summe von 200.000 Euro zu fördern. Dr. Werner Jung, der das NS-Dokumentationszentrum begrüßt diese Initiative und lädt Schulen ein: „Das Haus kriegt noch viel unter“.

Schulen können die Zuschüsse für Fahrten zu Gedenkstätten mit einem historischen Bezug zu politischer Gewaltherrschaft beantragen. Im besonderen Fokus stehen die Verbrechen des Nationalsozialismus, der SED-Diktatur oder die Schauplätze der beiden Weltkriege. Im ersten Schulhalbjahr beantragten Schulen 114 Fahrten. Bis zum 30. Dezember können noch Anträge für das zweite Schulhalbjahr gestellt werden. Gerade aktuell, rund um den 9. November, den Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ auf der DGB-Veranstaltung „Erkämpfte Demokratie-Gefährdete Demokratie 100 Jahre Novemberevolution“ in Köln als Schicksalstag der Deutschen bezeichnete, werden Erinnerungen wach. Am 9. November 1918 wurde durch die Novemberrevolution die erste Deutsche Demokratie geboren, am 9. November 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch, am 9. November 1938 brannten in Nazideutschland die Synagogen in der Reichsprogromnacht und am 9. November 1989 war der Tag des Mauerfalls.

Jung vom NS-DOK in Köln findet das Angebot an die Schulen aus ganz NRW gut und wichtig. Wert legt er allerdings darauf, dass die Fahrten nicht immer nur zu KZ-Gedenkstätten oder ins Ausland stattfinden, sondern zu allen Gedenkstätten und vor allem zu den Gedenkstätten in NRW. Nicht nur für Schulen aus Köln sei etwa das NS-DOK interessant, sondern auch für Klassen aus der Eifel. Auch gebe es noch Freiräume für mehr Klassenbesuche. Jung: „Das Haus kriegt noch viel unter“.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer sieht den Auftrag für Schulen jeden Tag aufs Neue den respektvollen Umgang miteinander zu vermitteln und die historisch-politische Bildung zu stärken. Gebauer hat in Remscheid die Schirmherrschaft über die „Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall“ übernommen. Hier haben Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums die Initiative ergriffen, um im ehemaligen Pferdestall des Polizeigebäudekomplexes eine Gedenkstätte, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern soll, einzurichten.

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