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Das Symbolfoto zeigt einen Teil der Atacama-Wüste.

Chile: Uni Köln greift nach den Sternen

Köln | In der chilenischen Atacama-Wüste haben auf 5600 Metern Höhe die Bauarbeiten an einem neuartigen Teleskop begonnen. Mit dabei die Uni Köln.

Es ist ein internationales Forschungsprojekt und die Universität Köln ist mit dabei: Das Cerro Chajnantor Atacama Telescope (CCAT) sollte einmal mit einem Durchmesser von 25 Metern das weltgrößte Teleskop in Tetrahertz-Wellenlängenbereich werden und auf
dem Cerro Chajnantor, einem 5600 Meter hohen Berg in der chilenischen Atacama-Wüste stehen. Die Standortwahl hat seinen Grund: Da Tetrahertz-Strahlung von der Luftfeuchtigkeit absorbiert wird, muss sich der Standort des Teleskops in einer so trockenen Umgebung wie möglich befinden. Die extrem trockene Wüstenluft und die große Höhe des chilenischen Berges versprechen genau dies, was im Übrigen auch Japan dazu veranlasst, in der Nähe eine eigenes Infrarot-Teleskop (University of Tokyo Atacama Observatory) zu bauen. Das Ziel des Ganzen: "die Entwicklung der Galaxien im Laufe der Geschichte des Universums
nachzuvollziehen".

Doch die Initiatoren bekamen die Finanzierung für das ambitionierte Projekt nicht zusammen, gaben aber nicht auf: Das Projekt wurde abgespeckt und heißt nun etwas missverständlich "CCAT-prime". Mit dabei sind neben der Universität zu Köln (Prof. Peter Schilke, Prof. Jürgen Strutzki) die Universität Bonn, das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München (an dem der
Physiknobelpreisträger 2020 und Schwarze Loch-Experte Reinhard Genzel arbeitet) und die Duisburger Firma Vertex Antennentechnik, aus den USA die Cornell University und ein Konsortium aus gleich zehn kanadischen Universitäten. Das Teleskop, an dem nun gebaut wird, fand darüber hinaus einen privaten Sponsor, der 16 Millionen US-Dollar beisteuerte und dessen Namen es nunmehr tragen wird: das Fred Young Submillimeter Telescope (FYST).

Wie die Uni Köln mitteilt, wird das Teleskop zunächst in Deutschland komplett montiert und getestet, bevor es für den Transport nach Chile in einige große Blöcke zerlegt wird, um dann dort auf 5600 Metern Höhe wieder zusammen gebaut zu werden. In Chile sind die ersten Schritte getan: Nach ein paar Sprengungen wird das Gelände planiert und wartet auf das größere Paket aus Deutschland.
Ende 2022 soll das Teleskop seinen Betrieb aufnehmen.

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