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Hochschulverband fürchtet "Political Correctness" an Unis

Berlin | Der Deutsche Hochschulverband fürchtet nach den jüngsten Eklats an deutschen Hochschulen um die Freiheit von Wissenschaft und Lehre.

"Das Klima der Political Correctness ist bedenklich", sagte der Präsident des Verbandes, Bernhard Kempen, der "Welt". "Die Sensibilitätsschwelle für andere Ansichten, andere Meinungen, für das Fremde ist erheblich gesunken. Früher wurde die Universität erlebt als Stätte vehementer und teils auch heftiger geistiger Auseinandersetzungen. Heute versuchen wir alle, und da nehme ich die Dozenten nicht aus, niemanden zu brüskieren, niemandem eine Ansicht zuzumuten, die ihn verletzen könnte." Das Diskussionsklima habe sich dadurch verschlechtert.

Wenn man den Protesten stets nachgebe, so Kempen, sei die Institution Universität in Gefahr. "Einige Studierende fühlen sich ja schon verletzt, wenn ein Professor auftritt, der Thesen vertritt, die nicht ihre eigenen sind. Wenn wir das akzeptieren, kommen wir bald wie in den USA dahin, dass auch Fakten wie die Erkenntnisse der Evolutionsbiologie verschwiegen werden sollen, weil sie religiöse Gefühle verletzen."

Fakten und Lehrmeinungen zu diskreditieren, weil sie nicht den eigenen Überzeugungen entsprechen, das rühre an die Substanz der Institution Universität. Kempen appelliert an die Unis, die Professoren vor Anfeindungen zu schützen. "Wir dürfen als Hochschulen einfach nicht jenen nachgeben, die am lautesten schreien oder gar Gewalt anwenden. Die Unis müssen sich schützend vor die betroffenen Kollegen stellen, egal, wo sie stehen." Man müsse nicht akzeptieren, was jemand sage, man müsse sich dem nicht anschließen. Aber man müsse es aushalten. "Nur so kann das an Stätten freier geistiger Auseinandersetzungen auf Dauer funktionieren."

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