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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer bei einer Pressekonferenz im Juni 2020

NRW-Schulministerin Gebauer: Präsenzuntericht ist und bleibt 1. Wahl

Köln /Düsseldorf | NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer informierte heute über die Situation an den NRW-Schulen in der Corona-Pandemie. Sie stellte fest, dass Sie und die am Freitag tagende Kultusministerkonferenz am Prinzip des flächendeckenden Präsenzunterrichts festhalte werde und dies ihre 1. Wahl war und bleibt. Schulscharf, wenn die Pandemiesituation dies erfordere, sei ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht möglich. Dies müssen die Schulleitungen mit den Gesundheitsämtern vor Ort entscheiden.

Der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht an den NRW-Schulen könne dann erforderlich sein, wenn eine Schule sich als Hotspot in der Pandemiesituation erweise oder besonders viele Lehrerinnen und Lehrer erkrankt seien. In diesem Fall sei der schulscharfe Wechsel in den Distanzunterricht möglich. Dafür reiche eine einfache Anzeige des Wechsels bei der dafür zuständigen Bezirksregierung. Derzeit nehmen in NRW noch 95,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler und 93,6 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer am Präsenzunterricht teil, so die Ministerin.

Anders sieht das die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW, die davon spricht, dass fast 75.000 Schülerinnen und Schüler und rund 5.000 Lehrkräfte in Quarantäne sind und an jeder fünften Schule kein regulärer Präsenzunterricht stattfinde, stattdessen Schließungen oder Teilschließungen. Die Gewerkschaft spricht von einer steigenden Tendenz. „Wir gehen davon aus, dass vorerst nicht mit einer Entspannung der Situation zu rechnen ist und der vom Ministerium für Schule und Bildung vorgegebene Weg den Gegebenheiten vor Ort und den Bedürfnissen von Schule und Unterricht weiterhin nicht gerecht wird“, erklärte GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern

Die Ministerin sagte, dass NRW bereits die strengsten Infektionsschutzmaßnahmen habe und daher gut und klug für die Entscheidungen, die am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin anstünden, vorbereitet sei. In der Digitalisierung der Schulen befände sich das Land in einem Wettlauf mit der Zeit, aber der digitale Fortschritt schreite voran. In 74 Onlineseminaren seien 2.000 Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet worden. Jetzt beginne eine zweite Serie an Unterricht, die Präsenz- und Distanzlehre verbinde. Hier gebe es einen großen Bedarf, so die Ministerin.

Zudem reagiere das Ministerium auf den erhöhten Personalbedarf. Von den 800 Lehrerinnen und Lehrern, die im Vorgriff auf die Wiedereinführung von G9 eingestellt werden sollen, habe das Ministerium bereits 400 eingestellt. Zudem seien Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter bereit zusätzlichen Unterricht zu erteilen. Mit Stichtag 1. Oktober hätten sich 1.397 von ihnen freiwillig gemeldet. Zudem will Schulministerin Gebauer das pädagogische Personal entlasten und mehr Helferinnen und Helfer einstellen, die sich um die Dokumentation des Infektions- und Hygieneschutzes ab den Schulen kümmern sollen. Hierfür stehen rund 30 Millionen Euro zur Verfügung.

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