Wirtschaftsnachrichten Bildung

NRW-Wissenschaftsministerin stellt Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer infrage

Düsseldorf | Nordrhein-Westfalens parteilose Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen knüpft die geplanten Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer an den Erfolg eines ähnlichen Modells in Baden-Württemberg. "Wir werden uns ansehen, ob dort die Bewerberzahlen - wie gemutmaßt wird - einbrechen", sagte Pfeiffer-Poensgen der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Falls die Studentenzahlen tatsächlich dort einbrechen, stelle ich das Modell zur Diskussion."

Im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Landesregierung ist der Verzicht auf allgemeine Studiengebühren festgehalten. Weiter heißt es dort: "Stattdessen werden wir Studienbeiträge für Studierende aus Drittstaaten einführen und uns am `Baden-Württemberg-Modell` orientieren." Die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart hat zum laufenden Wintersemester eine Gebühr von 3.000 Euro pro Jahr für neue Studenten eingeführt, die nicht aus EU-Ländern stammen.

"Die Idee ist, dass wir es der Gruppe von Studenten aus Nicht-EU-Ländern, die hier die bestehende Infrastruktur nutzen und eine gute Ausbildung erhalten, zumuten können, sich an den Kosten zu beteiligen", sagte Pfeiffer-Poensgen zu diesem Modell. Zu Gebühren für Langzeitstudenten, wie sie die Hochschulen ins Gespräch gebracht haben, sagte die Ministerin: "Die Einführung von anderen Studiengebühren und -beiträgen ist nicht geplant."

Zurück zur Rubrik Bildung

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bildung

tafel_pixabay_15082108

Berlin | Der Deutsche Lehrerverband hat die Politik für die sinkende Bildungsqualität verantwortlich gemacht. "Wir haben in der Politik tatenlos zugesehen, wie sich die Segregation durch das Schulsystem durchgezogen hat", sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der "Welt". "Es führt zu einem massiven Abbruch von Leistungen, wenn der Anteil der Kinder, die nicht oder nur schlecht Deutsch sprechen, zu groß ist", sagte er mit Blick auf den hohen Anteil von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse an einigen Schulen.

Berlin | Angesichts des Lehrkräftemangels können bundesweit viele Schulen nicht mehr ausreichend mit qualifiziertem Personal versorgt werden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des "Deutschen Schulportals" in den Kultusministerien der 16 Länder. Etliche Bundesländer, in denen bereits das neue Schuljahr begonnen hat, meldeten demnach eine Unterausstattung.

Köln | Knapp zwei Wochen vor dem Start ins neue Schuljahr wird die Krankenkasse DAK-Gesundheit Köln eine Hotline für die Eltern schulpflichtiger Kinder freischalten. Sie hält Tipps für einen gesunden Start ins Schulleben bereit.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN