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Schulen in NRW ab Montag wieder im Wechselunterricht bei Inzidenz unter 200

Köln/Düsseldorf | Die Schulen in NRW gehen ab kommenden Montag wieder in den Wechselunterricht, so die Entscheidung des NRW-Schulministeriums. Voraussetzung: Eine Inzidenz von unter 200. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften GEW NRW sieht dies kritisch.

Eine Woche nach den Osterferien waren die Schulen in NRW im Distanzunterricht. Das NRW-Schulministerium begründete dies mit der diffusen Infektionslage. Jetzt wechseln die Schulen in den Wechselunterricht, wenn in den Kreisen und kreisfreien Städten die Inzidenz unter 200 liegt. Es gelten allerdings strenge Hygienevorgaben, eine Testpflicht und Testvorgaben.

Zweimal in der Woche müssen Schüler*innen, Lehrkräfte und das Personal an den Schulen getetestet werden, sonst kann kein Präsenzunterricht angeboten werden. Diese Pflicht zum Testen wird in der Coronabetreuungsverordnung rechtlich bindend ab dem kommenden Montag verankert und gilt dann auch. Das Land NRW will alle Schüler*innen testen. Die Landesregierung teilte dies heute den Schulen in der sogenannten Schulmail mit.

Nicht getestete Schüler*innen haben keinen Unterrichtsanspruch

Schüler*innen, die nicht getestet sind und keinen negativen Test vorlegen können, werden nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Für Sie gibt es aber auch keine Alternative, denn sie haben auch keinen Anspruch auf Distanzunterricht. Für Schüler*innen die nicht in der Schule getestet werden wollen können Eltern Bürgertests vorlegen, die nicht älter als 48 Stunden sein dürfen.

Die Auslieferung der Tests, so das Ministerium verlaufe planmäßig. Die Landesregierung NRW rechnet mit wöchentlich 5,5 Millionen Tests. Aktuell konnte das Land NRW nur die Tests von Siemens-Healthcare beschaffen. In Zukunft sollen auch alters- und kindgerechtere Tests beschafft werden.

GEW nennt die Entscheidung für Wechselunterricht riskant

Die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern erklärte in einem schriftlichen Statement: „Während die Ministerin in der letzten Woche wegen des ‚diffusen Infektionsgeschehens‘ noch auf Nummer sicher ging, geht sie jetzt bei steigenden Zahlen ins Risiko. Das ist aus Sicht der GEW NRW verkehrt. Die Einschätzung der Ministerin, dass die Voraussetzungen für den Wechselunterricht gegeben seien, ist Wunschdenken. Die Inzidenz muss unter 100 liegen. Wir brauchen eine solide Teststrategie mit kindgerechtem Testmaterial, das funktioniert und von geschulten und entsprechend geschützten Kräften wirksam eingesetzt werden kann. Außerdem verlangen wir, dass alle Lehrkräfte schnellstmöglich geimpft werden und somit geschützt in den Präsenzunterricht gehen können. Das ist der Schlüssel zur Rückkehr in die schulische Normalität."

Die GEW NRW stellte sich hinter die Aussage des Schulministeriums, dass Kinder die nicht getestet seien keinen Anspruch auf Distanzunterricht haben.

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