Digitalisierung

Hamburg | Die in Deutschland für Facebook zuständige Datenschutzbehörde in Hamburg prüft die Einleitung eines Dringlichkeitsverfahrens gegen die Konzerntochter Whatsapp wegen deren neuer Datenschutzrichtlinie. Das sagte der Landesdatenschutzbeauftragte Johannes Caspar der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Änderungen bei dem Chat-Programm, die am 15. Mai in Kraft treten sollen, seien "vage und widersprüchlich", deuteten jedoch auf verstärkten Datenaustausch zwischen Whatsapp und Facebook hin, so Caspar.

München | Der Chef des Münchner Medienunternehmens Hubert Burda Media, Paul-Bernhard Kallen, verlangt ein hartes Vorgehen gegen soziale Netzwerke. "Ich fordere eine strikte Regulierung von Facebook", sagte Kallen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe).

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Berlin | Die Menschen in Deutschland verbringen während der Corona-Pandemie immer mehr Zeit vor dem Bildschirm. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Im Schnitt sind es demnach 10,4 Stunden pro Tag.

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Brüssel | Facebook blockiert in Australien Inhalte von Nachrichten-Anbietern und von Regierungsseiten. Hintergrund ist ein neues Mediengesetz, wonach Internetkonzerne an Verlage zahlen sollen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Auch Google hat schon gedroht, seine Suchmaschine in Down Under abzuschalten.

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Wiesbaden | Für die meisten Kinder und Jugendlichen gehört das Internet mittlerweile zum Alltag. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, nutzten im 1. Quartal 2020 rund 89 Prozent der 10- bis 15-Jährigen Messenger-Dienste wie WhatsApp, Telegram, Viber, Threema, oder andere. Fast zwei Drittel (61 Prozent) waren in sozialen Netzwerken aktiv und immerhin 43 Prozent teilten auf Webseiten selbst erstellte Inhalte.

Bonn | Der Chef der Monopolkommission Jürgen Kühling sieht Zerschlagungen als letztes Mittel angesichts der großen Marktmacht von Internetkonzernen. "Ich halte das für die Ultima Ratio, das ist wirklich das letzte Mittel, dass ich jetzt anfange, Unternehmen zu zerschlagen.

Berlin | Die Abhängigkeit der Bundesregierung von Produkten des US-Softwaregiganten Microsoft steigt weiter - entgegen allen Absichtserklärungen, für mehr digitale Souveränität sorgen zu wollen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage aus der Linkenfraktion im Bundestag. Demnach gaben die Bundesministerien im Haushaltsjahr 2020 rund 178,5 Millionen Euro für Softwarelizenzen, Cloud- und Serverdienste des Konzerns aus.

Wiesbaden | Der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Bundeskriminalamt (BKA) ist ein Schlag gegen die Schadsoftware Emotet gelungen. Im Rahmen einer international konzertierten Aktion mit Strafverfolgungsbehörden aus den Niederlanden, der Ukraine, Litauen, Frankreich sowie England, Kanada und den USA sei die Infrastruktur der Software am Dienstag mit Unterstützung von Europol und Eurojust übernommen und zerschlagen worden, teilte das BKA am Mittwoch mit. Emotet galt als eine der gefährlichsten Schadprogramme weltweit.

Berlin | Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt es ab, dass soziale Netzwerke wie Twitter allein entscheiden, ob sie Accounts bestimmter Nutzer sperren, wie es im Fall des seinerzeit noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump der Fall war. "Ich finde es sehr problematisch, wenn private Unternehmen entscheiden, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist und was nicht. Es ist Aufgabe des Staates, das zu klären", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Berlin | Die Sachverständige der Bundesregierung Veronika Grimm kritisiert mangelnde Fortschritte beim digitalen Gesundheitsschutz. "Mehrere Vorstöße, die Verfolgung von Infektionsketten mittels Digitalisierung effektiver zu gestalten, sind nicht weiterverfolgt worden", sagte die Wirtschaftsweise und Professorin der "Süddeutschen Zeitung". "Es läuft immer noch zu vieles telefonisch, das ist viel zu langsam und führt dazu, dass die Infektionsketten bei ansteigenden Inzidenzen schnell nicht mehr nachverfolgt werden können."

Brüssel | EU-Kommissionsvize Vera Jourova fordert Ethikregeln für Software-Programmierer. Ein Architekt etwa denke nicht nur an Maße und Technik, er besitze auch ein ethisches Grundverständnis, welche Bedeutung seine Arbeit für die Sicherheit der Kunden habe, sagte sie dem "Handelsblatt". Eine solche Ethik wünsche sie sich auch etwa bei den Mitarbeitern der Internetkonzerne, die die Algorithmen programmieren.

Düsseldorf | Der US-Konzern Facebook muss sich führenden Wettbewerbsökonomen zufolge in Deutschland auf schärfe Beschränkungen einstellen. Grund dafür sei eine Neuregelung der deutschen Wettbewerbsgesetze, sagte der Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap der "Welt am Sonntag".

Berlin | Oppositionspolitiker haben nach der dauerhaften Sperre von US-Präsident Donald Trumps Twitter-Konto gefordert, dass der deutsche Staat die Löschung heimischer Konten überwacht. "Der Staat muss im Rahmen der verfassungsrechtlichen Ordnung Leitplanken setzen, nach denen ein Konzern Entscheidungen treffen kann. Und Betroffene müssen solche Entscheidungen Gerichten zur Kontrolle vorlegen können, denn am Ende ist die digitale Infrastruktur die öffentliche Infrastruktur unserer Zeit", sagte der Digitalpolitiker Konstantin von Notz (Grüne) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Berlin | Der Verbraucherschutz-Staatssekretär der Bundesregierung, Christian Kastrop, will das Aussehen von Cookie-Auswahlbannern im Internet verändern.

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Mainz | Der Polizei in Rheinland-Pfalz ist ein Schlag gegen den "vermutlich weltweit größten illegalen Marktplatz im Darknet" gelungen.

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