Digitalisierung

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Bonn | Das Kartellamt will in Kürze sein Verfahren gegen Facebook beenden und wirft dem US-Konzern Marktbeherrschung vor. "Wir werden Anfang 2019 eine Entscheidung zu Facebook verkünden. Wir meinen, dass Facebook den relevanten Markt beherrscht", sagte Kartellamts-Chef Andreas Mundt der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

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Berlin | Der Hauptgeschäftsführer des IT-Verbands Bitkom, Bernhard Rohleder, hat eine negative Zwischenbilanz des umstrittenen Gesetzes gegen Hass im Internet gezogen. Viele der vom Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) betroffenen Plattformen betrieben einen "immensen Aufwand", um die Vorgaben zu erfüllen: "Ein hoher Aufwand ist aber kein Indiz für den Erfolg des Gesetzes", sagte Rohleder dem "Handelsblatt". Die Löschberichte verschiedener Plattformen ließen vielmehr erkennen, dass nur wenig gemeldete Inhalte tatsächlich gelöscht würden.

Berlin | Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat Abstriche beim Datenschutz gefordert, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. "Wir haben in Deutschland mit die strengsten Datenschutzgesetze weltweit und die höchsten Anforderungen an den Schutz der Privatsphäre", sagte sie der "Welt am Sonntag". Das blockiere viele Entwicklungen im Gesundheitswesen, deshalb müsse man da auch "an der einen oder anderen Stelle abrüsten, einige Regeln streichen und andere lockern".

Berlin | Der Verband der Internetwirtschaft Eco zieht mit Blick auf die Digitalpolitik der Großen Koalition eine durchwachsene Bilanz. Zwar würden sowohl die Strategie zur Künstlichen Intelligenz (KI) als auch die "Umsetzungsstrategie Digitalisierung" der Bundesregierung "richtige Schlaglichter auf aktuelle Herausforderungen im Kontext der digitalen Transformation", sagte Eco-Vorstandschef Oliver Süme dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Aber beide Papiere enthielten nur eine Sammlung nicht miteinander verbundener Initiativen und Einzelmaßnahmen.

Berlin | Zwei von drei Deutschen (63 Prozent) wollen ihren Geschenkeeinkauf zu Weihnachten in diesem Jahr von zu Hause erledigen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom, die am Montag veröffentlicht wurde. Befragt man nur die Internetnutzer, sind es demnach bereits 75 Prozent der Befragten, die online auf Geschenkejagd gehen (2017: 70 Prozent).

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Berlin | Verstöße gegen den Datenschutz sind das neue Top-Risiko für Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der EBS Law School und der Kanzlei Noerr, über die das "Handelsblatt" berichtet. Demnach sehe knapp die Hälfte der befragten Firmenlenker darin das Unternehmensrisiko mit dem größten Bedrohungspotenzial.

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Köln | Digitalisierung, also die digitale Transformation von analogen in digitale Daten und Werte, ist in aller Munde. Am heutigen Mittwoch fand in der Kölner Wolkenburg nach zwei Jahren Pause ein weiterer Kongress des Internetverbands eco statt. Schwerpunktthema ist die Künstliche Intelligenz, kurz KI. Nach Ansicht der Organisatoren steht auch Deutschland an einem neuralgischen Punkt. Immerhin: Die Politik in Bund, Land und Stadt hat die Botschaft verstanden.

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Berlin | Die Facebook-Nutzung von Jugendlichen in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie deutlich gesunken. Nur noch 15 Prozent der Jugendlichen nutzen demnach das soziale Netzwerk: "Gegenüber 2017 sank die Nutzung noch einmal um zehn Prozentpunkte", schreiben die Autoren der "JIM-Studie 2018 – Jugend, Information, Medien" des Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), über die das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet. Nach der Umfrage unter insgesamt 1.200 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren ist der Kurznachrichtendienst Whatsapp weiter Spitzenreiter bei der Internet-Kommunikation, ihn nutzen 95 Prozent (Vorjahr: 94 Prozent).

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Bonn | aktualisiert | Die Bundesnetzagentur hat die endgültigen Vergabebedingungen und Auktionsregeln für die 5G-Frequenzauktion beschlossen. "Unsere Entscheidung schafft wichtige Voraussetzungen für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Montag. "Durch die Vergabe der Frequenzen schaffen wir Planungs- und Investitionssicherheit und tragen zu einem schnellen und bedarfsgerechten Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland bei." Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister, Pinkwart, begrüßte die Regeln zur Vergabe der 5G-Lizenzen.

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Brüssel | Richard Gingras warnt vor den Folgen der gerade vom EU-Parlament beschlossenen Urheberrechts-Richtlinie. "Wir verstehen völlig, dass das Urheberrecht für das digitale Zeitalter angepasst werden muss", sagte ein Manager von Google News der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Er sehe jedoch das Risiko unbeabsichtigter Folgen, sollte sie geltendes Recht werden: "Nicht beabsichtigte Folgeeffekte wären zum Beispiel eine Einschränkung der Nachrichtenquellen, die für europäische Nutzer online verfügbar sind, sowie eingeschränkte Möglichkeiten der Verlage, ein Publikum aufzubauen und ihre Angebote im Internet zu verbreiten über die Google-Suche und Google News."

Montabaur | United Internet hat die überarbeiteten Regeln für den neuen Mobilfunkstandard 5G kritisiert. Die Bundesnetzagentur mache neuen Anbietern den Einstieg in den Markt schwer, sagte Konzernchef Ralph Dommermuth dem "Handelsblatt". Er erwägt daher, nicht in die Auktion einzusteigen.

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Berlin | Neue Zahlen zum Glasfaserausbau in Deutschland wecken Zweifel, ob die Bundesregierung ihr Ziel eines flächendeckenden Ausbaus des schnellen Internets bis 2025 einhalten kann.

Berlin | Die Justizminister der Länder wollen Online-Händler per Gesetz zu mehr Transparenz beim Einsatz von Algorithmen verpflichten. Für Angebote im Internet, deren Preisbildung durch den Einsatz von Algorithmen für den einzelnen Verbraucher personalisiert worden sei, solle ein "transparentes Preisschild" eingeführt werden, heißt es in einem Beschlussvorschlag von acht Bundesländern für die Justizministerkonferenz am Donnerstag in Berlin, über den das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) berichtet. Hinter dem Vorstoß steht die Annahme, dass Internethändler ihre Preisgestaltung zum Beispiel auf das Konsumverhalten einzelner Kunden zuschneiden.

Berlin | Die Bundesregierung befürchtet weitreichende Folgen durch das geplante EU-Leistungsschutzrecht. "Wenn das so kommt, dann droht das viele unserer schönen Bemühungen im Bereich der Digitalisierung wieder zunichte zu machen", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der "Welt" (Mittwochsausgabe). Das Bundeskabinett trifft sich Mittwoch und Donnerstag zu einer Digitalklausur in Potsdam.

Berlin | Die Bundesregierung will zusätzliche Milliarden-Mittel für Künstliche Intelligenz (KI) "made in Germany" bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts bereitstellen. "Bis einschließlich 2025 will der Bund insgesamt etwa drei Milliarden Euro für die Umsetzung der Strategie zur Verfügung stellen", heißt es in der KI-Strategie der Bundesregierung, über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben) berichtet. Sie soll am Donnerstag bei der Digitalklausur des Bundeskabinetts in Potsdam beschlossen werden.

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