Digitalisierung

Berlin | Die Digitale Wirtschaft sieht mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die ab Mai in allen Mitgliedstaaten der EU gilt, erhebliche Risiken auf die Unternehmen zukommen. "Derzeit entstehen insbesondere international tätigen Unternehmen hohe Kosten für die Umsetzung der DSGVO, da die Überprüfung sämtlicher Datenverarbeitungsprozesse erforderlich ist, um rechtliche Lücken und Anpassungsbedarf zu definieren", sagte der Vorstandschef des Verbands der Internetwirtschaft Eco, Oliver Süme, dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). "Insbesondere für innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle wird das Geschäft dadurch nicht unbedingt einfacher." Ähnlich äußerte sich der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg.

Brüssel | Die EU hat vor einem drastischen Anstieg der Cyber-Angriffe auf Unternehmen und Privatpersonen gewarnt. "Im vergangenen Jahr hat es in Europa 4.000 Angriffe mit Erpressungssoftware gegeben - eine Zunahme um 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", sagte EU-Sicherheitskommissar Julian King den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Jeden Monat wird ein Fünftel aller Computer im Industriebereich attackiert."

Berlin | Eine Mehrheit der Deutschen hat noch nie etwas von Ransomware gehört. In einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben 40 Prozent der Befragten an, über Ransomware Bescheid zu wissen. Im Mai 2017 waren mehr als 200.000 Computer von dem Schadprogramm WannaCry lahmgelegt worden, einer Software, die Lösegeld für die eigenen Daten fordert.

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Wiesbaden | Im Jahr 2017 haben insgesamt 87 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren in Deutschland das Internet genutzt. Das entsprach 64,5 Millionen Menschen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Knapp 86 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren (63,5 Millionen) waren regelmäßig im Internet, also innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Befragung.

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Berlin | Der Digitalbranchenverband Bitkom hat beim Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland mehr Flexibilität statt Fokussierung auf Glasfaser gefordert.

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Berlin | Die Verbreitung intelligenter Stromzähler, so genannter Smart Meter, wird sich um mindestens ein bis eineinhalb Jahre verzögern. Diese gemeinsame Einschätzung des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht aus einem Schreiben hervor, über das die "Welt" in ihrer Donnerstagausgabe berichtet. Laut "Messstellenbetriebsgesetz" sind Stromabnehmer ab einem Jahresverbrauch von 6.000 Kilowattstunden ab dem 1. Januar 2020 zum Einbau intelligenter Messsysteme verpflichtet.

Berlin | Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Schweigegeldzahlungen im Fall von Datendiebstählen wie dem beim Mobilitätsdienst Uber. "Ähnlich wie bei Ransomware, also Verschlüsselungs- oder Erpressungstrojanern, rät das BSI von Zahlungen an Kriminelle ab", sagte die Behörde der "Welt" (Donnerstagausgabe). "Dadurch wird nicht nur die Organisierte Kriminalität finanziert, das Opfer kann sich auch nicht sicher sein, dass die Daten entschlüsselt oder im Falle von Uber tatsächlich vernichtet werden."

Berlin | Der Gründer und Chef der United Internet AG (1&1, GMX), Ralph Dommermuth, hält den Vorsprung von US-Plattformen wie Google für nicht mehr einholbar. Deutsche und europäische Digitalunternehmen hätten ihnen "nur in Marktnischen" noch etwas entgegenzusetzen und müssten längst "nach ihren Regeln spielen", sagte der Unternehmer dem "Spiegel". "Gegen die sind wir alle längst Zwerge."

Düsseldorf | Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat von der künftigen Bundesregierung gefordert, jedes Gesetz, welches das Bundeskabinett und den Bundestag passiert, einem Digitalvorbehalt zu unterstellen. Neue Gesetze sollten "vorab auf ihre Auswirkungen auf die digitale Wirtschaft überprüft werden", heißt es in einem Positionspapier des Verbands, über welches das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) berichtet. Zur Begründung wird in dem Papier auf die Bedeutung der digitalen Wirtschaft verwiesen.

Brüssel | Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Digitalisierung unterm Strich mehr Arbeitsplätze bringt als vernichtet. Natürlich werde die Digitalisierung Jobs kosten, "aber sie wird auch mehr schaffen, als verloren gehen", sagte der für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit zuständige EU-Kommissar Jyrki Katainen dem Nachrichtenmagazin Focus. "Sowohl die Robotisierung als auch die Digitalisierung werden Arbeitskräfte ersetzen, aber gleichzeitig werden neue Stellen entstehen."

Berlin | In der Schlussphase der Jamaika-Sondierungen wächst der Druck auf die beteiligten Parteien, sich gegen das umstrittene Gesetz zum härteren Vorgehen gegen Hass und Hetze im Internet zu positionieren. Der Verband der Internetwirtschaft Eco sieht vor allem die Liberalen am Zug. FDP-Chef Christian Lindner habe sich im Wahlkampf "klar und eindeutig" gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ausgesprochen und sogar angekündigt, dagegen zu klagen, sagte Eco-Vizechef Oliver Süme dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

Berlin | Der Düsseldorfer Wettbewerbsökonomen Justus Haucap hat sich dafür ausgesprochen, den flächendeckenden Breibandausbau in Deutschland durch eine investitionsfreundliche Regulierung für die Anbieter zu beschleunigen.

Hannover | Kommunikation unter Jugendlichen dauert immer länger. "Die Grenzen zwischen Kontakt und Nichtkontakt verflüssigen sich, Konversationen spinnen sich über Stunden und Tage fort", sagte der Kommunikationswissenschaftler Christoph Klimmt von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover der Wochenzeitung "Die Zeit". Das Phänomen betrifft ganze Alterskohorten, da Smartphones binnen zehn Jahren fast flächendeckend verbreitet haben.

Berlin | Online-Bezahldienste erheben unnötig viele Kundendaten, klären ihre Nutzer zum Teil aber nur schlecht darüber auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Marktwächter-Initiative der Verbraucherzentralen, über welche die "Zeit" berichtet. Einige Unternehmen setzen demnach auf ihren Webseiten unter anderem sogenannte Tracker ein, die das Verhalten der Nutzer auf ihrem Weg durch das Internet aufzeichnen und so etwa personalisierte Werbung ermöglichen.

Berlin | Ein breites Bündnis aus Verbänden und Nichtregierungsorganisationen hat von der künftigen Bundesregierung ein Umsteuern in der Sicherheitspolitik. Die Große Koalition habe in der vergangenen Legislaturperiode mit unzähligen Überwachungsgesetzen die Grund- und Freiheitsrechte "schwer beschädigt", heißt es in dem als "Jamaika-Appell" bezeichneten Brief an die Bundesvorsitzenden von FDP und Grünen, über den das "Handelsblatt" berichtet. "Von einem Jamaika-Koalitionsvertrag mit FDP und Bündnis90/Die Grünen erwarten wir eine Beseitigung der schädlichsten Altlast der Großen Koalition, nämlich der Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten in Deutschland."

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