Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

Amazons "Dash Buttons" bekommen Gnadenfrist

Berlin | Amazons Bestellknöpfe, sogenannte Dash Buttons, bekommen eine Gnadenfrist: Das Oberlandesgericht (OLG) München hatte Amazon am Donnerstag bescheinigt, dass die Bestellknöpfe in der gegenwärtigen Form nicht den Gesetzen zum Verbraucherschutz entsprechen. "Wir sehen es nicht so, dass der Dash Button sofort vom Markt verschwinden muss", sagte Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen der "Welt" (Samstagsausgabe). Demnach müssten sich Verbraucher nicht sofort von den Dash Buttons verabschieden.

Der Jurist hatte an dem aus Sicht der Zentrale erfolgreichen Rechtsstreit mitgewirkt. Das Urteil des OLG ist noch nicht rechtskräftig. Amazon hat bereits angekündigt, dagegen vorzugehen.

Da das Münchener Gericht keine Revision zuließ, bleibt dem Konzern als einzige Möglichkeit eine Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gegen die Nichtzulassung. Akzeptiert der BGH die Beschwerde, müsste er sich mit dem Fall befassen. Ob es dazu noch in diesem Jahr komme, scheine zweifelhaft, berichtet die Zeitung weiter.

Allerdings habe das Münchner Gericht das Urteil für vorläufig vollstreckbar erklärt. Die Verbraucherzentrale müsste also nicht warten, bis es rechtskräftig sei, um maximale Konsequenzen zu fordern. Ob Amazon die Dash Buttons vorläufig weiter anbieten dürfe, hänge davon ab, inwieweit die Zentrale nun die vorläufige Vollstreckbarkeit durchsetze, sagte eine Gerichtssprecherin der "Welt".

Ein totales Verbot sei jedoch nicht Zweck des Rechtsstreits, erklärte Bradler. Vorstellbar sei eine Umgestaltung, sodass die Dash Buttons rechtskonform genutzt werden könnten. Beispielsweise könne eine nochmalige Bestätigung des Kaufs durch eine App erfolgen, über die die vorgeschriebenen und bisher fehlenden Informationen zur georderten Ware sichtbar würden. "Ob Amazon diesen Weg dann noch als innovativ genug empfindet, muss das Unternehmen selbst entscheiden", so Bradler.

Zurück zur Rubrik Digitalisierung

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Digitalisierung

Berlin | In den vergangenen Monaten haben russische Hackergruppen laut eines Zeitungsberichts verstärkt Regierungen, politische Organisationen und Medienhäuser in Deutschland, Frankreich und Belgien angegriffen. Seit Mitte 2018 sei ein "signifikanter Anstieg" von Aktivitäten der Hackergruppen "APT28" und "Sandworm" festgestellt worden, die der russischen Regierung zugeordnet werden, teilte die US-Cybersicherheitsfirma FireEye der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe) mit. Es könne den Hackern darum gehen, "Daten zu veröffentlichen, die bestimmten politischen Parteien oder Kandidaten vor der Europawahl schaden", sagte Benjamin Read, der Direktor des Cyberspionage-Teams von FireEye, der Zeitung.

Menlo Park | Passwörter von mehreren Millionen Facebook-Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks unverschlüsselt zugänglich gewesen. "Wir schätzen, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, mehrere Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Diese Passwörter seien zu keinem Zeitpunkt für jemanden außerhalb von Facebook sichtbar gewesen.

digitalisierung_ag_20032019

Berlin | Den Geschäftsführern der größten mittelständischen deutschen Unternehmen mangelt es an fundierten Erfahrungen mit der Digitalisierung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, über welche die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Für die Studie haben die Managementforscher Julian Kawohl und Jonas Wieland die Lebensläufe fast aller Geschäftsführer der 80 größten deutschen Mittelständler untersucht.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >