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BKA gelingt Schlag gegen Emotet-Schadsoftware

Wiesbaden | Der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und dem Bundeskriminalamt (BKA) ist ein Schlag gegen die Schadsoftware Emotet gelungen. Im Rahmen einer international konzertierten Aktion mit Strafverfolgungsbehörden aus den Niederlanden, der Ukraine, Litauen, Frankreich sowie England, Kanada und den USA sei die Infrastruktur der Software am Dienstag mit Unterstützung von Europol und Eurojust übernommen und zerschlagen worden, teilte das BKA am Mittwoch mit. Emotet galt als eine der gefährlichsten Schadprogramme weltweit.

Auch in Deutschland wurden neben Computern zehntausender Privatpersonen eine hohe Anzahl von IT-Systemen von Unternehmen, Behörden und Institutionen infiziert. Alleine in Deutschland wurde laut BKA durch Infektionen mit der Malware oder durch nachgeladene Schadsoftware ein Schaden in Höhe von mindestens 14,5 Millionen Euro verursacht. Die Ermittlungen gegen die Betreiber der Schadsoftware und des Emotet-Botnetzes wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Computerbetruges und anderer Straftaten werden seit August 2018 geführt.

In Deutschland wurden im Rahmen der Maßnahmen zum "Takedown" 17 Server beschlagnahmt. Durch die Übernahme der Kontrolle über die Emotet-Infrastruktur war es Behördenangaben zufolge möglich, die Schadsoftware auf betroffenen deutschen Opfersystemen für die Täter unbrauchbar zu machen.

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