Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

BSI verschickt Sicherheitswarnung wegen Spionagetrojaner

Bonn | Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat auf die Enthüllungen um den umstrittenen Spionagetrojaner eines israelischen Unternehmens reagiert. Die Bonner Behörde habe am Dienstag eine Cyber-Sicherheitswarnung verschickt und die Software darin als eine IT-Bedrohung der Stufe zwei (von vier) eingeordnet, berichtet der "Spiegel". In dieser gelben Warnstufe sollten Unternehmen, Behörden sowie Nutzer Auffälligkeiten ihrer Geräte verstärkt beobachten.

"Das Bedrohungspotenzial ist als hoch zu bewerten, zumal auch aktuelle Versionen von iOS und Android immer noch als verwundbar gelten", schreibt das BSI in seiner Bewertung. Es sei jedoch zu beachten, dass es sich um dedizierte Angriffe auf einzelne Ziele und nicht um eine auf Massenverbreitung abzielende Kampagne handele, schreibt die Behörde mit Verweis auf die Medienberichte über den Trojaner. Besonders problematisch ist laut BSI, dass Angriffe durch das Programm kaum abgewehrt werden können.

"Aufgrund der Professionalität der Angreifer ist die zielführende Umsetzung präventiver Schutzmaßnahmen sehr schwierig." In der Cyber-Sicherheitswarnung, die sich insbesondere an Firmen und Behörden richtet, schlägt das BSI vor, dass die Nutzung von Diensten zum Öffnen von SMS, sowie iMessage und Facetime bei Apple-Geräten eingeschränkt werden könne. Vor anderen Angriffswegen wie den sogenannten IMSI-Catchern sei jedoch "kaum ein praktikabler Schutz möglich."

Die Enthüllungen rund um den Spionagetrojaner haben bisher vor allem im Ausland zu politischen Debatten und Reaktionen durch Behörden geführt. In Frankreich beispielsweise hielt der Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung ein Sondertreffen ab, nachdem bekannt geworden war, dass unter anderem Präsident Emmanuel Macron auf einer angeblichen Liste potenzieller Spähziele durch die Software stand.

Zurück zur Rubrik Digitalisierung

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Digitalisierung

patch_pixa_26092021

Berlin | Für eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen in Deutschland herrscht offenbar nach wie vor viel Nachholbedarf. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zum Bundesförderprogramm Breitbandausbau hervor, über die das "Handelsblatt" berichtet. Demnach wurden seit Ende 2015 Projekte im Umfang von rund neun Milliarden Euro mit Förderbescheiden bewilligt (Stand: Juli 2021).

Berlin | Im Fall der gekippten EU-US-Datenschutzvereinbarung "Privacy Shield" schlägt der IT-Verband Bitkom Alarm.

Berlin | Der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg, führt die Probleme beim schleppenden Breitbandausbau auf Mängel bei der staatlichen Förderung zurück und fordert ein Umdenken.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >