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Bericht: Daten-Dieb kaufte Zugangsdaten im Darknet

Berlin | Der Daten-Dieb aus dem mittelhessischen Homberg (Ohm) hat laut eines Medienberichts Teile der von ihm genutzten Zugangsdaten sowie der von ihm auf Twitter in der vergangenen Woche geleakten Social-Media-Daten selbst als Daten-Pakete im Darknet erworben. Daher ermittele die für den Fall inzwischen zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main inzwischen auch wegen des Vorwurfs der "Datenhehlerei" gegen den Beschuldigten, berichtet die "Bild" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Ermittlerkreise. Auf Nachfrage der Zeitung bestätigte die zuständige Generalstaatsanwaltschaft demnach: "Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten wurden von Beginn wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten und der Datenhehlerei geführt."

Die von dem 20-jährigen Schüler ins Netz gestellten Daten der knapp 1.000 geschädigten Politiker, Künstler, Journalisten und Prominenten sind laut Zeitung nur zu einem Teil bei von ihm selbst durchgeführten Hacker-Angriffen erbeutet worden. Im Darknet werden solche und vergleichbare Datensätze zehntausendfach angeboten, wie die Zeitung weiter schreibt. Woher genau, beziehungsweise aus welcher früheren Hacker-Attacke, die im Darknet zum Kauf angebotenen Daten-Sätze stammen, ist nach Informationen der "Bild" bisher unklar.

Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main teilte mit: "Auf welche Weise der Beschuldigte die einzelnen Datensätze erlangt haben soll - durch eigene Datenausspähungen, aus öffentlich zugänglichen Quellen oder durch Erlangung von durch Dritte ausgespähte Daten - ist Gegenstand der aktuellen Ermittlungen." Für die Staatsanwaltschaft ist der Schüler weiterhin ein Einzeltäter. "Unser Ermittlungsverfahren richtet sich derzeit nur gegen den 20-jährigen Beschuldigten aus Mittelhessen", hieß es.

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