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Bitkom-Präsident fürchtet Kahlschlag durch Maschinen in Arbeitswelt

Berlin | Der Präsident des Digitalverbands Bitkom, Achim Berg, hat vor einem dramatischen Rückgang bisheriger Berufe durch Automatisierung und Digitalisierung gewarnt. "Ich gehe davon aus, dass etwa die Hälfte aller Aufgaben in den nächsten zwanzig Jahren von Maschinen oder Computern erledigt werden kann", sagte Berg der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). In fast allen Berufen machten sich die Veränderungen bemerkbar, fügte Berg hinzu.

Die Digitalisierung werde nicht nur Gewinner haben. "Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen könnte man vielleicht diejenigen auffangen, die mit der Digitalisierung nicht zurechtkommen", sagte der Bitkom-Präsident. "Man sollte es testen."

Gleichwohl gab sich Berg zuversichtlich, dass auch neue und anspruchsvolle Jobs entstehen werden. "Ein großer Teil der Menschen wird diese neuen Tätigkeiten übernehmen können, da bin ich mir sicher." Bislang habe noch jede Veränderung zu einer Stärkung des Standorts Deutschland geführt und gerade in der Digitalisierung lägen einmalige Chancen für unser ressourcenarmes Land, sagte der Verbandspräsident.

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Düsseldorf | Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat von der künftigen Bundesregierung gefordert, jedes Gesetz, welches das Bundeskabinett und den Bundestag passiert, einem Digitalvorbehalt zu unterstellen. Neue Gesetze sollten "vorab auf ihre Auswirkungen auf die digitale Wirtschaft überprüft werden", heißt es in einem Positionspapier des Verbands, über welches das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) berichtet. Zur Begründung wird in dem Papier auf die Bedeutung der digitalen Wirtschaft verwiesen.

Brüssel | Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Digitalisierung unterm Strich mehr Arbeitsplätze bringt als vernichtet. Natürlich werde die Digitalisierung Jobs kosten, "aber sie wird auch mehr schaffen, als verloren gehen", sagte der für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit zuständige EU-Kommissar Jyrki Katainen dem Nachrichtenmagazin Focus. "Sowohl die Robotisierung als auch die Digitalisierung werden Arbeitskräfte ersetzen, aber gleichzeitig werden neue Stellen entstehen."

Berlin | In der Schlussphase der Jamaika-Sondierungen wächst der Druck auf die beteiligten Parteien, sich gegen das umstrittene Gesetz zum härteren Vorgehen gegen Hass und Hetze im Internet zu positionieren. Der Verband der Internetwirtschaft Eco sieht vor allem die Liberalen am Zug. FDP-Chef Christian Lindner habe sich im Wahlkampf "klar und eindeutig" gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ausgesprochen und sogar angekündigt, dagegen zu klagen, sagte Eco-Vizechef Oliver Süme dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

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