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Digitalisierung der Energiewende verzögert sich

Berlin | Die Verbreitung intelligenter Stromzähler, so genannter Smart Meter, wird sich um mindestens ein bis eineinhalb Jahre verzögern. Diese gemeinsame Einschätzung des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht aus einem Schreiben hervor, über das die "Welt" in ihrer Donnerstagausgabe berichtet. Laut "Messstellenbetriebsgesetz" sind Stromabnehmer ab einem Jahresverbrauch von 6.000 Kilowattstunden ab dem 1. Januar 2020 zum Einbau intelligenter Messsysteme verpflichtet.

Diese Frist sei nicht mehr zu halten, heißt es in dem Schreiben von VKU und BDEW an die Bundesnetzagentur: Es sei "an der Zeit zu konstatieren", dass beim Smart-Meter-Einbau "die zeitlichen Erwartungen nicht mehr erfüllt werden können." Demnach würden allein die notwendigen Prozessbeschreibungen noch bis zu sechs Monate dauern, das darauffolgende Konsultationsverfahren durch die Bundesnetzagentur weitere acht bis elf Monate. Schließlich bräuchten Software- und Gerätehersteller mindestens 18 Monate zur "Umsetzung im Markt", wobei auch dieser Zeitplan "knapp bemessen ist", warnen die Verbände.

Für größere Verbrauchsstufen gilt seit Jahresbeginn ein so genanntes Interimsmodell, wonach digitale Messstellen bereits eingebaut werden können. Auch diese Geräte müssten allerdings ertüchtigt werden, wenn die genauen technischen Rahmenbedingungen für Smart Meter feststehen, heißt es in dem Schreiben: Ob und wie dies gelingen könne sei allerdings "ebenso unklar." Die gesetzliche Einbaupflicht für Verbrauchsgrößen ab 6.000 Kilowattstunden pro Jahr gilt erst dann, wenn mindestens drei unabhängige Hersteller zertifizierte Smart Meter auf dem Markt anbieten.

Bislang hat noch kein Anbieter die Zertifizierung abgeschlossen. Wie es auf einer Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums heißt, dienen intelligente Stromzähler "als sichere Kommunikationsplattform, um das Stromversorgungssystem energiewendetauglich zu machen."

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