Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

EU-Kommission rechnet mit mehr Jobs durch Digitalisierung

Brüssel | Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Digitalisierung unterm Strich mehr Arbeitsplätze bringt als vernichtet. Natürlich werde die Digitalisierung Jobs kosten, "aber sie wird auch mehr schaffen, als verloren gehen", sagte der für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit zuständige EU-Kommissar Jyrki Katainen dem Nachrichtenmagazin Focus. "Sowohl die Robotisierung als auch die Digitalisierung werden Arbeitskräfte ersetzen, aber gleichzeitig werden neue Stellen entstehen."

Katainen begründete seine Zuversicht mit neuen Aufgaben, die durch die Digitalisierung entstünden. So habe der Autohersteller Daimler in Finnland ein Werk errichtet. "Die Stadt, in der das Werk steht, hat die höchste Rate von Robotern pro Einwohner, aber gleichzeitig gibt es dort die höchste Jobangebotsrate pro Kopf."

Katainen sagte, die Digitalisierung erfordere auch eine Reform der Sozialsysteme. "Die bisherigen Systeme haben funktioniert, aber nun müssen wir sie anpassen. Das soll nicht heißen, dass Sozialleistungen gekürzt werden sollen, aber wir müssen überlegen, wie wir sie flexibler gestalten können", sagte Katainen dem Nachrichtenmagazin.

Als eine mögliche Lösung nannte er ein bedingungsloses Grundeinkommen: "Wir müssen hier experimentieren. Nur so werden wir herausfinden, wie die Sozialsysteme möglicherweise reformiert werden können, um besser auf das offenere und wechselhaftere Arbeitsleben zugeschnitten zu sein."

Zurück zur Rubrik Digitalisierung

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Digitalisierung

Berlin | Ein halbes Jahr nach seinem Inkrafttreten hat es offenbar keine gravierenden Verstöße gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (kurz: NetzDG) gegeben, mit dem Betreiber von sozialen Netzwerken zur Löschung von strafbaren Inhalten verpflichtet werden. Das geht aus eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die das "Handelsblatt" (Samstagausgabe) berichtet. "Es wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt auf der Grundlage des NetzDG keine Bußgelder durch das Bundesamt für Justiz verhängt", heißt es in dem auf den 19. Juni datierten Dokument.

Köln | Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat vor verstärkten Cyberangriffen aus Russland, China und dem Iran gewarnt. Man sehe auch 2018 den Trend, dass die Quantität und Qualität nachrichtendienstlicher Kampagnen weiter zunehme, sagte Maaßen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgaben). "Besonders die Nachrichten- und Sicherheitsdienste der Russischen Föderation, der Volksrepublik China sowie des Iran nutzen diese Mittel – auch gegen Deutschland", so Maaßen.

surfen_pixabay_17062018

Berlin | Die Deutschen verbringen mehr Zeit im Internet als im Büro.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS