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EU-Wettbewerbskommissarin will härtere Regeln fürs Internet

Brüssel | EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager spricht sich dafür aus, Verhaltensvorgaben und Gesetze, die für die reale Welt gelten, stärker ins Internet zu übersetzen. "Wenn da draußen jemand Bilder von Kindern verkaufen würde, würde er binnen 30 Sekunden verhaftet. Und jetzt ist es im Internet und es soll uns egal sein?", sagte Vestager dem "Spiegel".

Facebook forderte sie auf, die Vorgänge um die Cambridge Analytica-Panne ernster zu nehmen. Cambridge Analytica nutzte missbräuchlich die Accounts von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern und versuchte mit den erlangten Daten, die US-Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen. "Wenn es mein Geschäft wäre, das gekidnappt worden wäre, um Wahlen zu manipulieren, wäre ich am Boden zerstört", so Vestager über Facebook- Chef Mark Zuckerberg.

Vestager, die als Nachfolgerin von Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Gespräch ist, kritisierte das Konzept der Spitzenkandidaten für die Europawahlen: "Die EU ist nicht einfach eine Kopie des deutschen oder amerikanischen Systems." Auf die Frage, ob beispielsweise Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits gefragt hätte, ob sie Kommissionschefin werden wolle, sagte Vestager: "Er hat mich noch nicht gefragt."

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Berlin | Nutzer populärer sozialer Netzwerke können trotz der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nach wie vor kaum nachvollziehen, wie ihre Daten verarbeitet werden. "Auch unsere aktuellsten Marktwächterergebnisse zeigen Defizite bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung durch die Anbieter von Apps sozialer Medien", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, dem "Handelsblatt". Im Zeitraum von Juni bis Juli 2018 seien Apps von Facebook, Instagram, Linkedin, Pinterest, Snapchat, Twitter, Whatsapp und Youtube untersucht worden.

Berlin | Angesichts des jüngsten Hackerangriffs auf Hunderte Politiker, Journalisten und Künstler rät der Grünen-Obmann im Digitalausschuss des Bundestages, Dieter Janecek, den zu Facebook gehörenden Messenger WhatsApp nicht mehr zu nutzen. "Facebook und WhatsApp haben ihr Vertrauenskapital bei den Bürgern längst aufgebraucht", sagte Janecek dem "Handelsblatt". Europäische Dienste wie Threema seien eine echte Alternative.

Berlin | Der neue Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber dringt auf Nachbesserungen an der europäischen Datenschutzgrundverordnung. "Der Bereich Profiling und Scoring - also das Anlegen von Persönlichkeitsprofilen und die Bewertung des Verhaltens von Privatpersonen durch staatliche Stellen oder private Unternehmen - muss dringend nachgeschärft werden", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

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