Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

EU-Wettbewerbskommissarin will härtere Regeln fürs Internet

Brüssel | EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager spricht sich dafür aus, Verhaltensvorgaben und Gesetze, die für die reale Welt gelten, stärker ins Internet zu übersetzen. "Wenn da draußen jemand Bilder von Kindern verkaufen würde, würde er binnen 30 Sekunden verhaftet. Und jetzt ist es im Internet und es soll uns egal sein?", sagte Vestager dem "Spiegel".

Facebook forderte sie auf, die Vorgänge um die Cambridge Analytica-Panne ernster zu nehmen. Cambridge Analytica nutzte missbräuchlich die Accounts von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern und versuchte mit den erlangten Daten, die US-Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen. "Wenn es mein Geschäft wäre, das gekidnappt worden wäre, um Wahlen zu manipulieren, wäre ich am Boden zerstört", so Vestager über Facebook- Chef Mark Zuckerberg.

Vestager, die als Nachfolgerin von Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Gespräch ist, kritisierte das Konzept der Spitzenkandidaten für die Europawahlen: "Die EU ist nicht einfach eine Kopie des deutschen oder amerikanischen Systems." Auf die Frage, ob beispielsweise Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits gefragt hätte, ob sie Kommissionschefin werden wolle, sagte Vestager: "Er hat mich noch nicht gefragt."

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Berlin | In den vergangenen Monaten haben russische Hackergruppen laut eines Zeitungsberichts verstärkt Regierungen, politische Organisationen und Medienhäuser in Deutschland, Frankreich und Belgien angegriffen. Seit Mitte 2018 sei ein "signifikanter Anstieg" von Aktivitäten der Hackergruppen "APT28" und "Sandworm" festgestellt worden, die der russischen Regierung zugeordnet werden, teilte die US-Cybersicherheitsfirma FireEye der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe) mit. Es könne den Hackern darum gehen, "Daten zu veröffentlichen, die bestimmten politischen Parteien oder Kandidaten vor der Europawahl schaden", sagte Benjamin Read, der Direktor des Cyberspionage-Teams von FireEye, der Zeitung.

Menlo Park | Passwörter von mehreren Millionen Facebook-Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks unverschlüsselt zugänglich gewesen. "Wir schätzen, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, mehrere Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Diese Passwörter seien zu keinem Zeitpunkt für jemanden außerhalb von Facebook sichtbar gewesen.

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Berlin | Den Geschäftsführern der größten mittelständischen deutschen Unternehmen mangelt es an fundierten Erfahrungen mit der Digitalisierung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, über welche die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Für die Studie haben die Managementforscher Julian Kawohl und Jonas Wieland die Lebensläufe fast aller Geschäftsführer der 80 größten deutschen Mittelständler untersucht.

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