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EU-Wettbewerbskommissarin will härtere Regeln fürs Internet

Brüssel | EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager spricht sich dafür aus, Verhaltensvorgaben und Gesetze, die für die reale Welt gelten, stärker ins Internet zu übersetzen. "Wenn da draußen jemand Bilder von Kindern verkaufen würde, würde er binnen 30 Sekunden verhaftet. Und jetzt ist es im Internet und es soll uns egal sein?", sagte Vestager dem "Spiegel".

Facebook forderte sie auf, die Vorgänge um die Cambridge Analytica-Panne ernster zu nehmen. Cambridge Analytica nutzte missbräuchlich die Accounts von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern und versuchte mit den erlangten Daten, die US-Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen. "Wenn es mein Geschäft wäre, das gekidnappt worden wäre, um Wahlen zu manipulieren, wäre ich am Boden zerstört", so Vestager über Facebook- Chef Mark Zuckerberg.

Vestager, die als Nachfolgerin von Kommissionschef Jean-Claude Juncker im Gespräch ist, kritisierte das Konzept der Spitzenkandidaten für die Europawahlen: "Die EU ist nicht einfach eine Kopie des deutschen oder amerikanischen Systems." Auf die Frage, ob beispielsweise Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits gefragt hätte, ob sie Kommissionschefin werden wolle, sagte Vestager: "Er hat mich noch nicht gefragt."

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