Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

Mittelstandspräsident will Digitalministerium von künftiger Regierung

Berlin | Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat von der neuen Regierung ein Digitalministerium gefordert. "Die Unternehmen brauchen auf dem Weg in die digitale Zukunft ein solches Zukunftsministerium als einheitlichen Ansprechpartner", sagte Ohoven am Donnerstag. Deutschland sei in Teilbereichen der Digitalisierung auf dem Niveau eines Schwellenlandes.

"Das Kompetenzgerangel unter Schwarz-Rot hat die Aufholjagd zusätzlich erschwert", so der Mittelstandspräsident. Es sei höchste Zeit, das Chaos zu beenden. "Deshalb müssen alle Zuständigkeiten künftig in einem Digitalministerium gebündelt werden", so Ohoven.

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Berlin | Der Gründer und Chef der United Internet AG (1&1, GMX), Ralph Dommermuth, hält den Vorsprung von US-Plattformen wie Google für nicht mehr einholbar. Deutsche und europäische Digitalunternehmen hätten ihnen "nur in Marktnischen" noch etwas entgegenzusetzen und müssten längst "nach ihren Regeln spielen", sagte der Unternehmer dem "Spiegel". "Gegen die sind wir alle längst Zwerge."

Düsseldorf | Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat von der künftigen Bundesregierung gefordert, jedes Gesetz, welches das Bundeskabinett und den Bundestag passiert, einem Digitalvorbehalt zu unterstellen. Neue Gesetze sollten "vorab auf ihre Auswirkungen auf die digitale Wirtschaft überprüft werden", heißt es in einem Positionspapier des Verbands, über welches das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) berichtet. Zur Begründung wird in dem Papier auf die Bedeutung der digitalen Wirtschaft verwiesen.

Brüssel | Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Digitalisierung unterm Strich mehr Arbeitsplätze bringt als vernichtet. Natürlich werde die Digitalisierung Jobs kosten, "aber sie wird auch mehr schaffen, als verloren gehen", sagte der für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit zuständige EU-Kommissar Jyrki Katainen dem Nachrichtenmagazin Focus. "Sowohl die Robotisierung als auch die Digitalisierung werden Arbeitskräfte ersetzen, aber gleichzeitig werden neue Stellen entstehen."

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