Wirtschaftsnachrichten Digitalisierung

11072018_EnergieSmartCity_eco

Grafik: eco Verband

Smart Grid gehört die Zukunft

Köln | In einer gemeinsamen Untersuchung haben der Internetverband eco und die Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) gemeinsam den Markt für Smart-City-Produkte und Dienstleistungen unter die Lupe genommen. Sie gehen von einer Umsatzexplosion aus.

Demnach soll der so genannte „Smart-City“-Markt in den kommenden vier Jahren um knapp 20 Prozent pro Jahr zulegen. Dieser Zuwachs bezieht sich dabei auf die erzielten Umsätze im Segment Energie. Im Schnitt wachsen die Segmente 16,5 Prozent pro Jahr, schätzen die Experten. Das entspricht einer Steigerung von 20,4 Milliarden im Jahr 2017 auf 43,8 Milliarden Euro fünf Jahre später. Schon im vergangenen Jahr lagen die Umsätze für Energielösungen im Smart-City Markt bei rund 1,4 Milliarden Euro. Bis 2022 soll sich der Umsatz hier mit rund 3,5 Milliarden mehr als verdoppeln, so die Studie weiter.

In der Smart City der Zukunft sparen intelligente Steuerungslogiken für Strom, Gas und Wasser wertvolle Ressourcen. Beispiele dafür sind intelligente Messpunkte und Lösungen für eine an den Bedarf angepasste Straßenbeleuchtung. Vor allem aber das „smart grid“, also die Digitalisierung des Stromnetzes von der Stromerzeugung über den Transport bis zu den Stromverbrauchern, ist dabei der Wachstumstreiber.

Intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, ermöglichen eine zeitgenaue Messung des Strombedarfs und unterstützen so die Energiewende. Daher sollen, laut einer EU-Richtlinie, im Jahr 2020 insgesamt 80 Prozent aller Haushalte mit Smart Metern ausgestattet sein.

Rasanter Umsatzanstieg bei Smart-Grid-Lösungen

„Der Anteil der Smart Meter in den Haushalten steigt derzeit rasant an, von heute unter zehn Prozent auf etwa 35 Prozent bis 2022", prognostiziert Lars Riegel von Arthur D. Little. Im Smart Energy Markt werden dann 60 Prozent der Umsätze auf Smart Grid entfallen. Hier profitieren die Anbieter heute schon von den gut ausgebauten LTE-Netzen.

In Zukunft werden die Sensoren und Zähler noch effizienter an die 5G Infrastruktur angebunden werden. Von diesem Technologiesprung werden auch die anderen Smart Energy Märkte Smart Gas (27 Prozent), Smart Water Management (15 Prozent), Smart Street Lighting und Electric Charging (zusammen 10 Prozent) profitieren, so die Prognose der Marktexperten.

Wachstum nur mit entsprechender Infrastruktur möglich

Besonderes Wachstum sieht Riegel im Bereich Electric Charging. Hier wird sich die Zahl der elektrischen Ladestationen in Deutschland von heute knapp 7.000 bis 2022 auf fast 28.000 nahezu vervierfachen. Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Smart Street Lighting-Modelle. Das liege daran, das einige aggressive Anbieter Kommunen die Infrastruktur vorfinanzieren und dann über die Energiekosteneinsparungen der Städte refinanzieren. Dieses Modell ist besonders gefragt, weil es der klammen Situation vieler Städte und Kommunen Rechnung trägt, die Umwelt schont und echte Kosteneinsparungen bringt.

Die vielversprechenden Ansätze der Smart City werden sich indes nur verwirklichen lassen, wenn auch der Ausbau der Daten-Infrastruktur Schritt hält. Dabei geht es nicht nur um den Mobilfunk- und Glasfaserausbau, sondern insbesondere um hocheffiziente Rechenzentren und performante Internetaustauschknoten, deren Bedeutung für die digitale Transformation auch die Politik endlich anerkennen und entsprechende Strategien vorlegen muss, so der Internetverband abschließend.

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