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Studie: Datenschutzverstöße sind neues Top-Risiko für Unternehmen

Berlin | Verstöße gegen den Datenschutz sind das neue Top-Risiko für Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der EBS Law School und der Kanzlei Noerr, über die das "Handelsblatt" berichtet. Demnach sehe knapp die Hälfte der befragten Firmenlenker darin das Unternehmensrisiko mit dem größten Bedrohungspotenzial.

"Die seit Mai 2018 geltenden EU-weiten Datenschutzbestimmungen im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dieser ausgeprägten Verunsicherung", heißt es in der Studie, über die die Zeitung berichtet. Hier sei die größte Steigerung gegenüber tatsächlichen Verstößen gemessen worden. Denn nur sechs Prozent der befragten Unternehmen hätten angegeben, in den vergangenen zwei Jahren wirklich mit Datenschutzverstößen zu tun gehabt zu haben, berichtet die Zeitung.

"Wie Unternehmen Krisen managen"

Für die Untersuchung mit dem Titel "Wie Unternehmen Krisen managen" im Auftrag des Center for Corporate Compliance der EBS Law School unter der Leitung von Professor Michael Nietsch und der Kanzlei Noerr führte das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid rund 200 Interviews mit Führungskräften in privatwirtschaftlichen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern durch. Die Befunde zeigten, welche Krisensituationen die deutschen Großunternehmen fürchten: Nach Datenschutzverstößen (48 Prozent) und Cyber-Security-Vorfällen (47 Prozent) folgten operative Risiken (43 Prozent) wie ein Versagen technischer Einrichtungen oder betrieblicher Verfahren, berichtet das "Handelsblatt". Naturkatastrophen (40 Prozent), Verstöße gegen interne Sicherheitsbestimmungen (33 Prozent), Betrug und Untreue (31 Prozent), arbeitsrechtliche Konflikte, Korruption von außen (26 Prozent), Produktfehler (24 Prozent) und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft (23 Prozent) zählten ebenfalls zur Top-Ten der befürchteten Krisensituationen, berichtet die Zeitung.

Tatsächlich hätten sich bei den befragten Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren vor allem arbeitsrechtliche Konflikte (41 Prozent) ereignet, Cyber-Security-Vorfälle (36 Prozent), operative Risiken (30 Prozent) und Produktfehler (22 Prozent). Jedes fünfte Unternehmen sei in den vergangenen zwei Jahren schon einmal von staatsanwaltlichen oder aufsichtsbehördlichen Ermittlungen betroffen worden, wie etwa durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder ausländische Aufsichtsbehörden, berichtet die Zeitung weiter. Als Krisen wahrgenommene Situationen hätten laut der Studie für fast die Hälfte der betroffenen Großunternehmen in Deutschland in der einen oder anderen Form Umsatzeinbußen zur Folge.

Verlorene Umsätze

Verlorene Umsätze seien damit die häufigste Auswirkung von Unternehmenskrisen. "Vor allem mit der Verschlechterung des Unternehmensimages und der Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter bergen Krisen daneben aber auch häufig langfristiges Schadenspotenzial", heißt es in der Studie weiter. Nur 19 Prozent der von einer Krise betroffenen Unternehmen gäben an, mit einem Bußgeld belegt worden zu sein. Hierbei sei aber die "absolute Belastung angesichts einer zunehmend umsatzabhängigen Bemessung der Geldbußen als dennoch hoch einzustufen", berichtet die Zeitung. Eine "vergleichsweise geringe Bußgeldsensibilität" der Unternehmen erstaune deshalb. "Darüber hinaus droht aber auch Gewinnabschöpfung", sagte Noerr-Rechtsanwältin Habbe dem "Handelsblatt". "Das kann Konzerne an die Grenze dessen bringen, was sie stemmen können", so Habbe weiter.

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