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ZEW-Studie: Auf Facebook aktive Unternehmen sind innovativer

Mannheim | Unternehmen, die Facebook-Nutzer aktiv nach Feedback fragen, sind innovativer: Das ist das Ergebnis einer bisher unveröffentlichten Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, über die das "Handelsblatt" berichtet. Für die Studie wurden knapp 3.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland befragt. Sie geht auf ein EU-Projekt zum Thema Innovationen und Kreativität zurück.

"Es gibt viele Faktoren, die die Innovationskraft eines Unternehmens beeinflussen", sagte Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs Informations- und Kommunikationstechnologien beim ZEW und Co-Autorin der Studie, dem "Handelsblatt". Als Beispiel nennt die Wissenschaftlerin Ausgaben für Forschung und Entwicklung, IT-Intensität oder Größe. Aber selbst wenn man diese Faktoren herausrechne, bleibe der Effekt bestehen: "Unternehmen, die viel Feedback über Facebook bekommen, sind innovativer", lautet ihr Fazit.

Bei ihnen sei die Wahrscheinlichkeit größer, neue oder zumindest wesentlich verbesserte Produkte oder Dienste auf den Markt zu bringen. Um Facebook als Innovationstreiber zu nutzen, reiche es jedoch nicht aus, lediglich eine eigene Firmenseite zu betreiben und ab und zu mal vorbeizuschauen. Die Unternehmen müssten sich schon aktiv um das Feedback ihrer Kunden bemühen.

"Wenn Unternehmen die Nutzer auf Facebook explizit nach Feedback zu ihren Produkten oder Diensten fragen, profitieren sie eher von den Nutzerbeiträgen", erklärte ZEW-Expertin Bertschek. Besonders innovationsfördernd, so die Studie, seien negative Rückmeldungen.

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