Karriere

Berlin | Hartz-IV-Empfänger müssen führenden Arbeitsmarkt-Experten zufolge im kommenden Jahr mit einer spürbar geringeren Erhöhung der Regelsätze rechnen als im laufenden Jahr. Das sei angesichts der stagnierenden und zeitweise sogar rückläufigen Lohnentwicklung in der Coronakrise bereits absehbar, sagten die Ökonomen der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Sie halten sogar einen Rückgang der Hartz-IV-Bezüge für möglich, allerdings nicht für wahrscheinlich.

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Berlin | Knapp zwei Drittel der Leiharbeitnehmer in Vollzeit arbeiten im Niedriglohnsektor. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Freitagausgabe berichtet. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 erhielten demnach knapp 62 Prozent aller Vollzeit-Leiharbeitskräfte weniger als 60 Prozent des so genannten Medianlohns aller sozialversicherungspflichtig in Vollzeit Beschäftigten und damit weniger als 2.267 Euro brutto im Monat.

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Wiesbaden | Im Jahr 2020 ist der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern - also der unbereinigte "Gender Pay Gap" - auf 18 Prozent gesunken. Das ist ein Prozentpunkt weniger als 2019, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Bei diesem Ergebnis sei aber zu beachten, dass Sondereffekte infolge der Kurzarbeit in der Coronakrise die Veränderung beeinflusst haben könnten, hieß es.

Berlin | Beim deutschen Zoll klaffen große Personallücken. Obwohl Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mehrfach einen massiven Stellenabbau angekündigt hat, sind derzeit mehr als 3.000 Planstellen nicht besetzt, geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Sven-Christian Kindler hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten. Danach können aktuell 3.004 Stellen beim Zoll nicht besetzt werden.

Nürnberg | Mit der Coronakrise nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland erstmals nach fast 20 Jahren wieder deutlich zu. Laut Bundesagentur für Arbeit hat sie sich allein seit Anfang 2020 um rund ein Drittel erhöht: "Die Zahl der Langzeitarbeitslosen war vor der Pandemie auf unter 700.000 gesunken, inzwischen ist sie wieder auf über 900.000 gestiegen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Ich befürchte, dass wir es erstmals seit den Arbeitsmarktreformen der 2000er-Jahre wieder mit steigender Sockelarbeitslosigkeit zu tun bekommen."

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Berlin | Seit der Jahrtausendwende sind die Reallöhne beinahe genauso stark gestiegen wie die Einkommen aus Unternehmen und Vermögen.

Nürnberg | Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember erneut gestiegen. Im letzten Monat des Jahres waren in der Bundesrepublik 2,707 Millionen Personen arbeitslos gemeldet und damit 480.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Gegenüber dem Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl unterdessen um 8.000. Die Arbeitslosenquote blieb dabei unverändert bei 5,9 Prozent.

Berlin | Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, erwartet im kommenden Jahr einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. "Ich würde davon ausgehen, dass wir im kommenden Jahr noch einmal eine leichte Steigerung der Arbeitslosenquote erleben müssen", sagte er im Deutschlandfunk. Das bedeute aber nicht, dass man in "Massenarbeitslosigkeit" abdrifte.

Berlin | Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, rechnet mit begrenzten Auswirkungen des harten Lockdowns auf den Arbeitsmarkt. "Kurzfristig werden Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit wieder steigen, aber im Moment gehen wir von keinem so starken Einbruch am Arbeitsmarkt wie noch im Frühjahr aus", sagte Scheele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Erste Einschätzungen legten nahe, dass die Kurzarbeitsanzeigen im Dezember "nicht weiter sprunghaft ansteigen".

Nürnberg | Daniel Terzenbach, Vorstandmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), geht davon aus, dass in Deutschland ohne Kurzarbeit weitere drei Millionen Menschen aufgrund von Corona ihren Job verloren hätten.

Berlin | Die Große Koalition hat sich offenbar final auf die Einführung einer Homeoffice-Pauschale geeinigt. Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise. Die zuständigen Fraktionsvizes von Union und SPD hätten die Ausgestaltung der Pauschale bei einem Gespräch am Donnerstag geklärt, hieß es.

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Nürnberg | Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November erneut gestiegen. Im elften Monat des Jahres waren in der Bundesrepublik 2,699 Millionen Personen arbeitslos gemeldet und damit 519.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Gegenüber dem Vormonat sank die Arbeitslosenzahl unterdessen um 61.000. Die Arbeitslosenquote ging dabei um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent zurück.

Berlin | In der deutschen Politik ist eine Debatte über den Umgang des US-Elektroauto-Herstellers Tesla mit deutschen Tarifstandards entbrannt. Hintergrund sind Aussagen des Chefs der Arbeitsagentur in Frankfurt an der Oder, Jochem Freyer, zur Entlohnungspraxis des Autobauers in seinem neuen Werk in Grünheide bei Berlin. Danach will Tesla in der niedrigsten Lohngruppe ein Brutto-Monatsgehalt von 2.700 Euro zahlen, gleichzeitig aber den Gehaltstarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie nicht übernehmen und anwenden.

Berlin | Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Selbstständige aufgerufen, in der Coronakrise - wenn notwendig - auch Grundsicherung in Anspruch zu nehmen.

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Berlin | Die Bundesregierung hat eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss am Mittwoch die dritte Mindestlohnanpassungsverordnung. Demnach soll der Mindestlohn zum 1. Januar 2021 zunächst auf 9,50 Euro brutto je Zeitstunde angehoben werden und dann in weiteren Schritten zum 1. Juli 2021 auf brutto 9,60 Euro, zum 1. Januar 2022 auf brutto 9,82 Euro und zum 1. Juli 2022 auf brutto 10,45 Euro steigen.

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