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Arbeitsmarkt in Deutschland und Köln unter Druck

Köln | Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für den Mai zeigen, dass dieser durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter unter Druck ist. In Köln sind im Mai 56.830 Menschen arbeitslos gemeldet, dass sind 10.503 mehr als im Vorjahr. Eine Steigerung von 22,7 Prozent. Auf Bundesebene sind 577.000 Menschen mehr arbeitslos als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig nimmt die Zahl gemeldeter offener Stellen deutlich ab.

Die Situation in Köln: Deutlich höhere Arbeitslosenquote als im Bundesschnitt

Die Arbeitslosenquote in Köln liegt bei 9,4 Prozent und damit 3,3 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt.

Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), betreute im Mai 18.973 Personen. Das sind 1.556 oder 8,9 Prozent mehr als im April und 6.515 Personen oder 52,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Jobcenter Köln, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählt im Statistikzeitraum 37.857 Arbeitslose. Das sind 2.288 Personen oder 6,4 Prozent mehr als im Vormonat und 3.988 Personen mehr als im Mai 2019 (+11,8 Prozent).

Insgesamt mit den Menschen, die sich etwa in Fördermaßnahmen befinden und denen, die derzeit aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, aber gemeldet sind, liegt die Zahl der Arbeitssuchenden und bei der Agentur gemeldeten Personen bei 70.457.

Einen deutlichen Rückgang gibt es auch bei der Zahl der gemeldeten offenen Stellen. Im Mai waren dies in Köln 5.308. Das sind 3.010 Stellen weniger als noch vor einem Jahr.

Die Zahl der Menschen, die sich derzeit in Kurzarbeit befinden liegt bei 182.825 in Köln.

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Die Situation in Deutschland: Arbeitsmarkt wegen Coronakrise weiter unter Druck

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt im Zuge der Coronakrise weiter deutlich. Im Mai 2020 waren in der Bundesrepublik 2,813 Millionen Personen arbeitslos gemeldet und damit 577.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Gegenüber dem Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl um 169.000. Die Arbeitslosenquote legte dabei um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zu.
"Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin stark unter Druck", sagte der Vorstandsvorsitzende der BA, Detlef Scheele. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung seien auch im Mai gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April. Bei der Beschäftigung seien erste Spuren sichtbar.

Die Kurzarbeit habe das Niveau der Krise von 2009 deutlich überschritten. "Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin rückläufig, hat sich aber immerhin gefangen", so Scheele weiter. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, stieg gegenüber dem Vormonat um 170.000. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Mai bei 3,573 Millionen Personen.

Das waren 383.000 mehr als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ging infolge der Coronakrise massiv zurück. Im fünften Monat des Jahres waren 584.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 208.000 weniger als vor einem Jahr.

Saisonbereinigt verringerte sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 44.000.

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