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Ausbildungsallianz will dualer Ausbildung neuen Schwung verleihen

Berlin | Die "Allianz für Ausbildung" von Bund, Wirtschaft und Gewerkschaften will der dualen Ausbildung neuen Schwung verleihen: Mehr junge Menschen sollen vom Wert einer Lehre überzeugt und wieder mehr Betriebe für die Ausbildung gewonnen werden. Das geht aus dem Entwurf für das Programm der "Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021" hervor, welches am Montag vorgestellt wird und über welches das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) berichtet. "Wir müssen es schaffen, dass alle Ausbildungsstellen besetzt werden und möglichst alle jungen Menschen einen qualifizierten Berufsabschluss erlangen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Zeitung.

Das sei "möglich, wenn Wirtschaft, Verbände, Gewerkschaften und der Staat gemeinsam an einem Strang ziehen". Die Wirtschaft verpflichtet sich, die Zahl der angebotenen Plätze zu "stabilisieren", dazu sollen möglichst viele Betriebe neu oder wieder für die Ausbildung gewonnen werden - auch Kleinstbetriebe, Gründer und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Zudem sollen "deutlich mehr Plätze offen für alle Schulabschlüsse angeboten werden".

Die "Assistierte Ausbildung" für schwache Lehrlinge, die bisher rund 10.000 jährlich zu Gute kam, soll ausgeweitet und flexibler gestaltet werden. Um mehr Jugendlichen eine Lehre fern der Heimat zu ermöglichen, fordert die Allianz ein flächendeckendes Angebot von Azubi-Tickets. Auch Flüchtlinge sollen in den Genuss der Ausbildungsförderung kommen, heißt es in dem Konzept.

Zudem brauche es eine "bundesweit einheitliche, integrationsfreundliche Anwendung der 3+2-Regelung, die Rechtssicherheit für Betriebe und deren Auszubildende mit Fluchthintergrund schafft". Danach dürfen auch solche Flüchtlinge, die nicht anerkannt sind, die Ausbildung beenden und danach mindestens zwei Jahre arbeiten. Aktuell sind rund 35.000 junge Flüchtlinge auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

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