Wirtschaftsnachrichten Karriere

Firmen finden so wenig Akademiker wie nie

Nürnberg | Noch nie seit der Wiedervereinigung waren Akademiker so dringend gesucht wie derzeit. Im vierten Quartal 2018 seien auf 100 offene Stellen nur 80 arbeitslose Hochschulabsolventen gekommen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf neue Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zugleich sei die Zahl an offenen Akademikerjobs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35.000 auf 236.000 (plus 17,4 Prozent) gewachsen.

"Wir haben hier mehr als Vollbeschäftigung", sagte der IAB-Stellenmarktexperte Alexander Kubis dem Nachrichtenmagazin. Vor allem Ärzte und Ingenieure seien auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu finden. Ähnliches gelte generell für alle Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Im Dezember 2018 seien der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2.447 Medizinerstellen, zum Beispiel in Krankenhäusern, gemeldet und nicht besetzt worden. Insgesamt habe das IAB im vierten Quartal des vergangenen Jahres 1,46 Millionen offene Stellen gezählt, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus weiter. Kubis bezeichnete den Arbeitsmarkt als "erstaunlich robust" mit Blick auf die schwächelnde Konjunktur.

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Luxemburg | Arbeit in der EU wird teurer. Die Kosten je geleistete Arbeitsstunde sind vom vierten Quartal 2017 zum vierten Quartal 2018 um 2,8 Prozent gestiegen, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Im Euroraum stiegen die Arbeitskosten im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent.

Berlin | Die Haltelinie von 48 Prozent für das Sicherungsniveau in der gesetzlichen Rente wird 2021 erstmals greifen müssen – früher als bislang angenommen. "Das Netto-Rentenniveau vor Steuern, das im Prinzip das Verhältnis von Netto-Standardrente zu durchschnittlichem Netto-Arbeitsentgelt beziffert, wird für 2019 auf 48,2 Prozent geschätzt. Es sinkt 2021 auf 48,1 Prozent und wird ab 2021 durch die Haltelinie bei 48 Prozent gehalten", heißt es in einer neuen Prognose der Deutschen Rentenversicherung Bund, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Mittwochsausgaben berichten.

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