Wirtschaftsnachrichten Karriere

ecosign_schnittstelle_250215

"Schnittstelle", das Abschlussprojekt von Christina Zimmer gewann den Innovationspreis "Froschkönig".

Innovative Single-Küchen, Mitmach-Beleuchtung und Vertical Gardening: Ecosign präsentiert Abschlussarbeiten 2015

Köln | Die Kölner Ecosign-Hochschule für nachhaltiges Design präsentierte gestern rund 30 Projekte im Rahmen ihrer Semesterabschlussveranstaltung im Ehrenfelder Cinenova-Kino. Dieses mal ging der Innovationspreis der Hochschule, „Froschkönig“ genannt, an die Nachwuchsdesignerin Christina Zimmer für ihre Abschlussarbeit „Schnittstelle“. Hinter dem Namen verbirgt sich eine platzsparende, resourcenschonende Kochstelle im Erscheinungsbild eines Sideboards.

Überreicht wurde ihr der Preis von Dr. Petra Hesse, Direktorin des Museums für Angewandte Kunst (MAKK). Beim ausgezeichneten Projekt handelt es sich um eine platzsparende, technologisch höchst innovative Kochstelle, die eine Alternative zur traditionellen, voll ausgestatteten Küche in einer immer mobiler werdenden Großstadt-Gesellschaft liefert. Sie bietet Küchenfunktionen „On Demand“, die von mehreren Bewohnern gleichzeitig genutzt werden können, nach dem Prinzip „Teilen statt Besitzen“.

Das kompakte Wohnmöbel reagiert auch auf die immer kleineren Wohnverhältnisse eines Single-Apartments und lässt sich dank der kompakten Bauweise und dem Auftreten als Wohnmöbel.  Dabei sorgt das integrierte Induktionsfeld nicht nur für einen geringen Energieverbrauch, sondern erspart das klassiche Kochfeld. Durch die intelligente Technik wird ein Erwärmen von Speisen durch die Holzoberfläche des Möbels bei Verwendung von speziell isoliertem Kochgeschirr möglich. Auch die integrierte Kühlschublade arbeitet äußerst ressourcenschonend: Die rund 40 Liter Kühlvolumen werden magnetokalorisch – in der Funktionsweise einer Wärmepumpe - gekühlt. Dieses Kühlverfahren kommt ohne giftige Kühlmittel und ohne einen großer Kompressor aus – und verbraucht rund 35 Prozent weniger Energie als modernste Kompressorkühlschränke. Außerdem können über das vollflächige Induktionsfeld auf der Oberfläche des Möbels auch Tablets und Smartphones, die über die nötige Technologie verfügen, kabellos geladen werden. Der Clou: für all dies reicht eine einzige konventionelle Steckdose aus.

ecosign_verticon_250215

Gewinner-Projekt beim Wettbewerb "Upcycled": "Vertica" von Aicha Schüller.

Ein weiterer Preis wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Upcycled“ verliehen, den ecosign in diesem Semester in Kooperation mit dem Unternehmen Interseroh. Im Rahmen eines Semesterprojekts hatten Studierende die Aufgabe, innovative Gebrauchsgegenstände zu entwickelt, die aus dem Kunststoff Procyclen bestehen, einem Recyclingkunststoff von Interseroh. Eine Fachjury aus Produktdesignern und Wissenschaftlern hat drei Gewinnerprojekte ausgewählt, die nun bei der Semesterabschlussveranstaltung präsentiert wurden. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis ging an den Pflanzen-Wandhalter „Vertica“, entwickelt von der ecosign-Studentin Aicha Schüller. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem, mit „Vertica“ werde das Thema Nachhaltigkeit optimal in Szene gesetzt, zugleich sei das Produkt attraktiv für potenzielle Zielgruppen und eigne sich sehr gut für die Herstellung aus Procyclen.

ecosign_porten_250215

Mit dieser Design-Idee möchte Lea Porten Park-Besucher dazu animieren, Licht ins Dunkel zu bringen.

Eine Innovative Idee für den öffentlichen Raum kommt von der Absolventin Lea Porten: Ihr Projekt  will große Parkanlagen, wie etwa den Äußeren Grüngürtel erleuchten. Das Besondere dabei: die LED-Beleuchtung der pilzartigen Laternenkonstruktionen wird durch Muskelkraft der Parkbesucher gespeist. Durch jeweils vier Handkurbeln in verschiedener Höhe, die mit einem Dynamo sowie einer kleinen Akku-Einheit verbunden sind, kann jeder Parkbesucher durch drehen an den Kurbeln für eine gewisse Zeit Licht ins Dunkel seiner Umgebung bringen.

Infobox:

Hintergrund der Veranstaltung

Ziel der öffentlichen Semesterabschlusspräsentation der Ecosign ist es, nachhaltige Ideen für Produkt- und Kommunikationsdesign in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. In ihrer Präsentationzeigen die Studierenden, wie Ökologie und Design ganz praxisbezogen vereint werden.

Die ecosign/Akademie für Gestaltung organisiert zweimal im Jahr die Semesterabschlusspräsentation mit Verleihung des Akademie-Preises „Froschkönig“ für eine innovative Arbeit.

Zur ecosign/Akademie für Gestaltung in Kooperation mit der Alanus Hochschule

Die Ecosign/Akademie für Gestaltung, wurde 1994 gegründet, um eine Verbindung zwischen Design und Nachhaltigkeit unter der Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen zu schaffen. Heute studieren dort fast 250 Studenten Kommunikationsdesign, Produktdesign, Fotografie und Illustration.

Neben dieser achtsemestrigen Ausbildung bietet die Ecosign seit dem Wintersemester 2014/15 in Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft als erste Bildungseinrichtung in Deutschland ein Bachelorstudium in „Nachhaltiges Design“ an. Im Gegensatz zu konventionellen Studiengängen verfolgt die Ecosign ein flexibles, interdisziplinäres Ausbildungskonzept.

Zurück zur Rubrik Karriere

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Karriere

Wiesbaden | Im Jahr 2018 sind bundesweit 36.400 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt worden: Dies sind 20 Prozent mehr Anerkennungen als im Vorjahr (30.200), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Die mit großem Abstand häufigsten Anerkennungen waren wie in den Vorjahren in medizinischen Gesundheitsberufen zu verzeichnen: 61 Prozent der Anerkennungen (22.300) stammten aus dieser Berufsgruppe (2017: 58 Prozent). Darunter bezogen sich 10.400 Anerkennungen auf Gesundheits- und Krankenpfleger sowie 7.200 auf Ärzte, denen damit die Erlaubnis zur Ausübung ihres Berufs erteilt wurde.

Köln | Die Lufthansa-Führung und die Kabinengewerkschaft UFO streiten sich laut eines Medienberichts um die Höhe der Gewinnbeteiligung für Flugbegleiter im nächsten Jahr.

München | Der schrittweise Abbau des Solidaritätszuschlags wird laut einer Studie des Münchener Ifo-Instituts viele neue Arbeitsplätze schaffen. Vom Gesetz des Bundesfinanzministeriums, welches den Wegfall des Soli für 90 Prozent der Steuerzahler vorsieht, "sind signifikante positive Beschäftigungseffekte zu erwarten, die gut 100.000 zusätzlichen Vollzeitarbeitsplätzen entsprechen", heißt es in der Untersuchung, über die das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet. "Das hat zur Folge, dass der Zuwachs an verfügbaren Einkommen bei den Steuerzahlern höher ist als der Steueraufkommensverlust des Staates."

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >