Wirtschaftsnachrichten Karriere

tesla_pixabay_23092020

Politiker warnen Tesla vor Aushebelung von Arbeitnehmerrechten

Berlin | Politiker von CDU und SPD sowie die IG Metall haben Tesla-Chef Elon Musk mit Blick auf sein geplantes Elektroautowerk in Grünheide bei Berliner vor der Aushebelung von Arbeitnehmerrechten gewarnt. "Tesla darf nicht zu einem zweiten Amazon in Deutschland werden", sagte der Bundesvize des CDU-Sozialflügels (CDA), Christian Bäumler, dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Wenn Elon Musk die deutsche Mitbestimmung und das System der Tarifverträge nicht akzeptieren sollte, schadet er dem sozialen Frieden in Deutschland."

Musk müsse sich darüber im Klaren sein, dass das Werk in Grünheide "eine Leuchtturmfunktion hat und unter besonderer Beobachtung steht", so Bäumler. Auch ein US-Konzern sei an das deutsche Mitbestimmungsrecht gebunden und müsse einen Betriebsrat zulassen. Der Chef des SPD-Arbeitnehmerflügels, Klaus Barthel, will erst einmal abwarten, ob Musk das deutsche Arbeits- und Tarifrecht von Anfang an akzeptiert.

"Auf die Dauer werden sich ein Betriebsrat und Tarifbindung ohnehin nicht vermeiden lassen", sagte Barthel dem "Handelsblatt". Die Frage sei für ihn nur, ob es darüber einen längeren Konflikt gebe. "Vom versprochenen Spaß kann auch in Grünheide niemand leben."

Musk hatte kürzlich auf Twitter auf Deutsch um Personal geworben: "Bitte arbeiten Sie bei Tesla Giga Berlin. Es wird super Spaß machen", schrieb er. Die IG Metall sieht mit Sorge, dass Tesla seine Fabrik in Grünheide in Form einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) aufziehen wolle, in der es keine klassische Unternehmensmitbestimmung gebe.

"Wir erwarten, dass Tesla die deutsche Mitbestimmungskultur respektiert, die gerade in der deutschen Automobilindustrie intensiv und erfolgreich gelebt wird", sagte Stefan Schaumburg, IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, dem "Handelsblatt". Dazu zähle auch die Gründung eines Betriebsrats. "Wir sagen: Willkommen im Land der Mitbestimmung und der Tarifverträge." Die Gewerkschaft will mit Tesla schnell über die tarifliche Regelung der Entgelte und Arbeitsbedingungen ins Gespräch kommen. "Ein Gesprächsangebot des IG-Metall-Vorstands an Tesla wurde allerdings seit März nicht beantwortet", kritisierte Schaumburg.

Zurück zur Rubrik Karriere

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Karriere

Wiesbaden | In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland sind Ende Juli 2021 knapp 5,5 Millionen Personen tätig gewesen. Die Zahl ging gegenüber Juli 2020 um knapp 62.000 oder 1,1 Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit.

30cent_13042016

Nürnberg | Die Zahl der Selbstständigen, die mit Hartz IV aufstocken müssen, ist seit Beginn der Corona-Pandemie kontinuierlich gestiegen und bleibt seit Anfang 2021 auf hohem Niveau.

arbeit_pixa_31082021

Nürnberg | Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im August erneut deutlich gesunken. Insgesamt waren in der Bundesrepublik 2,578 Millionen Personen arbeitslos gemeldet und damit 377.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Gegenüber dem Vormonat sank die Arbeitslosenzahl um 12.000 Personen.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >