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Studie: Betriebe vergeben Ausbildungsplätze lieber an Abiturienten

Berlin | Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Schüler ohne Abitur werden in den kommenden Jahren dramatisch schrumpfen. Grund ist ein genereller Rückgang der angebotenen Ausbildungsplätze und der Trend, dass Betriebe immer öfter auf Gymnasiasten als Azubis setzen, schreibt der "Spiegel". Dies zeige eine Studie des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FIBS).

Demnach wurden im vergangenen Jahr in Deutschland nicht einmal 470.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen - ein historischer Tiefststand. 2008 waren es noch über 600.000. Seitdem stieg der Anteil der Abiturienten, die nach der Reifeprüfung eine duale Ausbildung absolvieren. "Das Abitur wird mehr und mehr zur Eintrittskarte für eine duale Ausbildung", sagte Dieter Dohmen, einer der Studienautoren.

"Leidtragende sind vor allem Jugendliche der unteren Schichten, mit oder ohne Migrationsgeschichte, deren Eltern oft auch schon von Arbeitslosigkeit betroffen sind." Betroffen seien dabei zunehmend auch Jugendliche mit Realschulabschluss. "Das Nadelöhr am Übergang Schule - Ausbildung wird deutlich enger", heißt es in der Studie.

Längst nicht jeder Schulabschluss sei damit eine Garantie für den beruflichen Anschluss. Jugendliche ohne deutschen Pass haben demnach im deutschen Bildungssystem sehr schlechte Chancen. Nicht einmal die Zugehörigkeit zu bildungsnahen Schichten schütze sie vor niedrigeren Schulabschlüssen oder überproportional häufigem Sitzenbleiben.

Die Bildungsforscher erkennen darin ein Versagen der Schulen: "Dem Bildungssystem gelingt es ganz offenkundig nicht, diese Jugendlichen zu guten Schulleistungen zu führen."

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