Wirtschaftsnachrichten Karriere

Studie: Meister verdienen fast ein Fünftel mehr als Gesellen

Bonn | Eine Ausbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt lohnt sich teilweise enorm. Ihr Bruttostundenlohn liegt im Schnitt 18 Prozent höher als bei den Kollegen, die nur eine Ausbildung absolviert haben, ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet. In der Regel haben sie auch deutlich größere Chancen auf einen Führungsjob und mehr fachliche Verantwortung – das gilt allerdings vor allem für Männer und Meister.

Frauen hingegen "können signifikant weniger von einer beruflichen Höherqualifizierung profitieren", heißt es in der Studie. Im Vergleich zu Akademikern verdient die Elite der beruflich Qualifizierten insgesamt zwar weniger: Ihr Bruttomonatsverdienst lag im Schnitt bei 3.919 Euro – das waren 433 Euro weniger als Akademiker mit Bachelor- oder Fachhochschul-Abschluss und 1.348 Euro weniger als solche mit Master- oder Uni-Abschluss. Betrachtet man allerdings nur diejenigen, die auch Abitur haben, schrumpft der Abstand zu den Bachelor-Absolventen auf nur noch acht Prozent.

Bei Kollegen ohne Abi sind es dagegen 21 Prozent. Und bei Kaufleuten gibt es zwischen den beruflich Höherqualifizierten (die hier Fachkaufmann/frau oder wie bei den Akademikern Betriebswirt heißen) einerseits und den Uni-Bachelor und FH-Absolventen andererseits gar "keinen signifikanten Unterschied", schreibt die BIBB-Expertin Anja Hall. Insgesamt erlangten 2018 gut 91.000 Menschen einen solchen Abschluss der "höheren Berufsbildung" – rund die Hälfte davon im kaufmännischen Bereich.

Ein Problem ist allerdings, dass diese Abschlüsse "abgesehen vom Meister kaum oder gar nicht bekannt sind", kritisiert die Studie. Für die Studie befragte das BIBB 2018 insgesamt 20.000 Erwerbstätige.

Zurück zur Rubrik Karriere

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Karriere

Berlin | Beim deutschen Zoll klaffen große Personallücken. Obwohl Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mehrfach einen massiven Stellenabbau angekündigt hat, sind derzeit mehr als 3.000 Planstellen nicht besetzt, geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Sven-Christian Kindler hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten. Danach können aktuell 3.004 Stellen beim Zoll nicht besetzt werden.

Nürnberg | Mit der Coronakrise nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland erstmals nach fast 20 Jahren wieder deutlich zu. Laut Bundesagentur für Arbeit hat sie sich allein seit Anfang 2020 um rund ein Drittel erhöht: "Die Zahl der Langzeitarbeitslosen war vor der Pandemie auf unter 700.000 gesunken, inzwischen ist sie wieder auf über 900.000 gestiegen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Ich befürchte, dass wir es erstmals seit den Arbeitsmarktreformen der 2000er-Jahre wieder mit steigender Sockelarbeitslosigkeit zu tun bekommen."

geld_27032018

Berlin | Seit der Jahrtausendwende sind die Reallöhne beinahe genauso stark gestiegen wie die Einkommen aus Unternehmen und Vermögen.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >