Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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15 Teams traten im Bikepolo gegeinander an.

Cycolonia 2012: Blinkende Innovationen, Bikepolo und Edelgeschosse

Die Cycolonia auf dem Gelände der EXPO XXI ist eine Messe, die man auch hören kann. Und das obwohl das Fortbewegungsgerät um dass es hier geht, das leiseste ist, das man sich vorstellen kann: Das Fahrrad. Aber es kann auch vielstimmig sein, wenn man die vielen unterschiedlichen Töne der Fahrradklingeln hört, die im Foyer der Messe ein Konzert gaben. Fahrräder, Accesoires, Bikereisen für Jedermann und Abenteuer, Bikepolo und Innovationen gab es zu bewundern.

Für jeden Velo-Fan etwas dabei

Der Veranstalter der Cyclonia 2012 gibt die Zahl der Aussteller mit rund 100 an. Vom Klassischen Fahrradladen, über Discounter bis hin zu handgemachten und individuell gestalteten Fahrrädern gibt es alles zu sehen, was das Herz eines Veloisten höher schlagen lässt. Entsprechend ist auch die Preisspanne der ausgestellten Räder, die man übrigens direkt neben dem Bikepolo-Feld in einem kleinen Parcours ausprobieren kann. Die Preise reichen von knapp über 400 bis weit in den vierstelligen Bereich. So kann man sich sein Fahrrad beim Schweizer Hersteller Aarios etwa individuell und handgemacht zusammensetzen lassen. Die Kosten für das Aarios Expedition liegen dann bei rund 3.980 Euro. Ähnlich wie man das beim Autokauf gewohnt ist, kann man auch aus Dutzenden von Farben auswählen.

Jetzt kann man noch schicker sicher Radeln

Wer bisher einen Radhelm, den die Kölner Polizei dringend empfiehlt, aus ästhetischen Gründen abgelehnt hat, der wird nach einer neuen Ausrede suchen müssen. Denn sowohl die neuen Helme von „ribcap“, die schützen und wärmen als auch die Cowboy-Hüte, Basecaps oder Hüte in Flower-Power Optik von „helt-pro“ verbinden den Schutz des Kopfes mit einer lifestyligen Optik. Entsprechend war der Andrang an den Ständen, die regelrecht umlagert waren. Gleich daneben hatten die Bikepoloisten ihr Spielfeld und kämpften um jeden Ball. 15 Teams aus ganz Deutschland sind am Start. Statt Pferden wie beim klassischen Polo spielt man auf Fahrrädern, wer den Boden berührt begeht ein Foul. Drei Spieler hat jedes Team, Ziel ist es den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen.

Man findet auch ein großes Angebot an Radreisen. Anfangen kann man erst einmal klein mit Tagstouren in der Region, dafür gibt’s beim Kölner Fahrradbeauftragten Karten aus der Umgegend, aber natürlich auch Trips im nahen Europa. Wer weiter weg will, findet gleich an mehreren Ständen Beratung oder kann mit echten Extremtourern sprechen und sich so gute Tipps holen. So etwa von Dorothee Krezmar und Kurt Beutler, die in den letzten zehn Jahren rund 160.000 Kilometer rund um den Globus zurückgelegt haben. Dabei haben sie fünf Kontinente und 58 Länder bereist und genau Buch geführt und listen genau 330 Platten, 70 Reifen, 17 Felgen, 50 Ketten und 33 Radlerhosen auf, die dabei verbraucht wurden. Vor dem Expo XXI Haus kann man einen kleinen Sicherheitscheck beim eigenen Rad durchführen lassen.

Weltpremiere in Köln: Mehr Sicherheit durch Blinker

Aus der Schweiz kam das Ideen- und Produktentwickler-Team Smallinnovations auf die Cycolonia und stellten sozusagen als Weltpremiere ihre Blinkergrips zum ersten Mal einem größeren Publikum vor. Dabei geht es um Griffe an deren Seiten, an denen wie beim KFZ leuchtende Blinker angebracht sind. Damit stießen sie auf ein breites Interesse. Aber es gab auch gleich von den vielen Radfahrern ein Feedback: So wünschte sich einer Messebesucher ergonomische Griffe. Das Team aus der Schweiz wollte auf der Messe die Resonanz und Akzeptanz testen. Die Blinker sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden eine deutliche Verbesserung der Sicherheit. Allerdings sieht die Straßenverkehrsordnung leuchtende Blinker am Rad derzeit nicht vor.  Richard Schartner erzählte, dass man mit den Prototypen schon beim TÜV vorstellig gewesen sei, die das Produkt positiv beurteilt hätten.

Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes zeigte sich bei der Eröffnung ganz begeistert von der Messe und forderte die Macher schon zu Beginn auf auch eine dritte Messe zu veranstalten. Köln sei eine fahrradfreundliche Stadt und man werde das Radfahren auch weiterhin fördern, weil es nachhaltig sei. Insgesamt kamen an dem Wochenende laut Veranstalter knapp 10.000 Besucher.

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