Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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Foto der Zentrale der Kreissparkasse am Kölner Neumarkt aus dem vergangenen Jahr/März2020, Archivfoto: Eppinger

Die Kreissparkasse Köln präsentiert ihre Bilanz für 2020

Jede zweite Zahlung läuft bereits kontaktlos

Köln | Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns stellt auch die Kreissparkasse Köln vor große Herausforderungen. „In den ersten Wochen des vergangenen Lockdowns im Frühjahr 2020 haben wir eine sehr große Nachfrage nach Bargeld registriert, da die Kunden die Schließung der Kreditinstitute befürchtet hatten. Das war für uns eine logistische Herausforderung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Alexander Wüerst, der gestern die Jahresbilanz seines Unternehmens für 2020 präsentierte.

Auch im Unternehmen selbst mussten kurzfristig Herausforderungen bewältigt werden. Diese reichten von der Beschaffung von Plexiglaswände für die Kassen- und Servicebereiche sowie von Masken und Desinfektionsmitteln bis zu Neuorganisation der Arbeitsabläufe. So sind aktuell ein Drittel der Mitarbeiter im Homeoffice. Jetzt beim zweiten Lockdown wurde in 46 der 116 Filialen das Schaltergeschäft eingeschränkt. „Eine persönliche Beratung ist aber weiterhin in allen Filialen nach Terminvereinbarung möglich. Die Teams sind dafür vor Ort“, berichtet Wüerst.

Deutlich zugenommen hat in Corona-Zeiten das Online-Banking. 66 Prozent der Privat- und 82 Prozent der Unternehmenskunden haben ihr Konto online freigeschaltet. Das ist ein Zuwachs von 3,7 bzw. 2,2 Prozentpunkten. Bei der Sparkassen-App stieg die Nutzerzahl um 30 Prozent auf inzwischen knapp 188.000. Noch deutlichere Zuwächse gab es beim kontaktlosen Zahlen zum Beispiel im Supermarkt oder bei der Tankstelle. Wurde im Dezember 2019 jede dritte Kartenzahlung kontaktlos durchgeführt, war es im vergangenen Jahr bereits jede zweite. Das bedeutet ein Plus von 120 Prozent. Der starke Anstieg wird vor allem auf die Einführung von Apple-Pay zurückgeführt, was sowohl die Kartenzahlung als auch die Zahlung mit dem Smartphone betrifft.

Stark nachgefragt ist in Krisenzeiten die Beratung über digitale Kanäle wie beim Text- oder beim Videochat, die seit 2013 angeboten wird. Neu ist die sogenannte „Mediale Beratung“, die von einem Team von 14 Mitarbeitern angeboten wird. Anders als beim anonymen Callcenter bekommen Kunden hier einen festen Berater zugeteilt. Aktuell werde hier jeden Tag etwa 50 Beratungen per Videochat durchgeführt. Beim telefonischen Kundenservice liegt die Zahl deutlich höher. Hier gibt es 4000 Beratungen pro Tag. Neu im digitalen Bereich ist seit März 2020 der „Yes – Identitäts- und Vertrauensdienst“, über den Kunden ihre persönlichen Daten bei Vertragsabschlüssen im Internet legitimieren können.

Ein wichtiger Bereich der Beratung betrifft in den Zeiten des Lockdowns die öffentlichen Förderprogramme, wie zum Beispiel die der NRW-Bank und der KfW. 895 Kredite in Höhe von 245,2 Millionen Euro wurden aus den Corona-Sonderprogrammen im Laufe des Jahres von der Kreissparkasse an Unternehmen weitergereicht. Zudem wurden neue Förderkredite für die Mittelstandsförderung, gewerbliche Bauprojekte und den privaten Wohnungsbau zugesagt. Hier stieg die Anzahl dieser Kredite auf rund 3000 bei einem Volumen von 625,8 Millionen Euro an.

Dazu kamen im gewerblichen als auch im privaten Bereich in den ersten Monaten der Krise die Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen. Bei gewerblichen Krediten war das in 3000 Fällen und in Höhe von 38 Millionen Euro der Fall. Dazu kamen 1600 Privatkunden, die diese Möglichkeit genutzt haben. Während es 2020 für die Kreissparkasse keine größeren Ausfälle im Kreditgeschäft gegeben hat, wird für das laufende Jahr mit steigende Insolvenzzahlen und damit verbunden mit steigenden Ausfällen gerechnet. Entsprechend wurde hier bereits vorgesorgt.

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Bilanz Kreissparkasse

Kreditgeschäft Hier gab es neue Kredite in Höhe 4,3 Milliarden. Der Kreditbestand wuchs um 4,3 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro.

Geldvermögensbildung Hier haben die Kunden mit 2,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr doppelt soviel Vermögen auf Konten und Depots angesammelt. Dabei hat das Wertpapiergeschäft deutlich an Fahrt aufgenommen. Der Nettoabsatz verdoppelte sich auf 679 Millionen Euro.

Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich für 2020 auf 99 (Vorjahr 107) Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1,8 Milliarden Euro um 6,6 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote beträgt 14,7 (Vorjahr 15,2) Prozent.

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