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Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW, und NRW-Umweltminister Johannes Remmel (r.) in der HMKW Köln

Diskussion in der HMKW Köln: Umweltschutz ist medial ein blinder Fleck

Köln | Werden Umwelt-Themen in den Medien genug beachtet? Über diese Frage diskutierten heute der NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW, auf einer Veranstaltung der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln (HMKW).

„Der Umweltschutz ist medial ein blinder Fleck“, sagte heute Prof. Dr. Hektor Haarkötter, Fachbereichsleiter der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln (HMKW). So hätte kaum ein Medium ein eigenes Ressort für Umwelt-Themen. Dabei ist es ein „Top-Thema im politischen Alltag“, so Haarkötter. Journalistisch finde es jedoch nur wenig Beachtung. Warum das so ist, darüber sprach Haarkötter heute mit dem NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW, in der HMKW. Remmel bestätigte die Schwierigkeit, landespolitische Umwelt-Themen in die Medien zu bringen. „Umweltschutz hätte ein eigenes Feld verdient“, betonte Remmel. Berichtet werde jedoch nur über landespolitische Themen, „wenn es Stress gibt“, so Remmel, etwa als das Land 2015 ein Abschussverbot für Wildkatzen verabschiedet habe. Dass derzeit in Wuppertal der NRW-Klimakongress mit fast 700 Teilnehmern stattfinde, werde kaum berichtet.

Auch Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW, wünschte sich mehr mediale Aufmerksamkeit für Umwelt-Themen. Allein „bunte“Themen wie der Flug der Kraniche oder bundes- und globale Themen wie das Wetter. die Vogelgrippe oder der Klimawandel würden medial aufgegriffen. „Landes-Naturschutz-Themen werden nur bemerkt, wenn sie skandalisiert werden“, sagte Tumbrinck, „Positives spielt keine Rolle“. So habe kaum jemand bemerkt, dass  in der vergangenen Woche eine Überarbeitung des Landesnaturschutz-Gesetzes verabschiedet worden sei. Den angehenden Journalisten der HMKW riet Tumbrinck, sich früh zu orientieren und vor allem neben dem Studium auch praktische Erfahrungen zu sammeln – etwa bei Praktika in den Umweltschutz-Organisationen des Landes.

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