Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

laternentanke_07032018

Hier dürfen in Zukunft nur noch Stromtanker parken - auf der Neusser Straße in NIppes

E-Autos können jetzt in Nippes an der Laterne Strom zapfen

Köln | Es gibt einen neuen Begriff: die Laternentanke, erfunden vom Kölner Energieversorger Rheinenergie. Auf der Klimastraße in Nippes gibt es jetzt drei Stück davon und das Zapfen von Strom ist für die Besitzer von E-Fahrzeugen kostenlos, wenn Sie eine Tankkarte der Rheinenergie haben oder einen QR-Code scannen und sich registrieren. Der Parkplatz wird extra für Elektrofahrzeuge freigehalten, die dort kostenlos während des Ladevorgangs parken dürfen.

Und so funktioniert es: Parken, das eigene Ladekabel aus dem Kofferraum holen, einstecken, shoppen gehen und in der Zeit Energie für die nächste Fahrt tanken. Christian Remacly von der Rheinenergie, der für das Klimastraßenprojekt zuständig ist, erklärte, dass jedes E-Fahrzeug mit einem eigenen Ladekabel ausgestattet ist. Denn die einzelnen Fahrzeuge haben alle einen unterschiedlichen Stecker auf der Fahrzeugseite, aber einen DIN-Stecker für die Ladesäule. Mit seiner Kundenkarte der Rheinenergie oder über eine App kann man den Steckplatz freischalten und dann Strom tanken. Rund 1.250 registrierte Kunden mit E-Fahrzeugen hat die Rheinenergie aktuell, im Verbund mit anderen Stadtwerken rund 3.000. Jeden Tag kommen fünf bis zehn neue Nutzer dazu. Die finden in der E-Tanke-App auch die Standorte der Tankstellen.

Die drei Laternentanken sollen dort auch bald aufgelistet sein. Und da die Klimastraße schon vernetzt ist und die Laternen nicht nur mit LED ausgestattet sind, sondern auch Daten an die Rheinenergie senden können, ob gerade ein Fahrzeug Strom zapft, können die Nutzer auf der App sehen, ob der Platz frei ist oder nicht. Die Stadt Köln hat sogar extra Straßenschilder montieren lassen, die zeigen, dass der Platz für E-Fahrzeuge zum Laden frei zu halten ist. Wer also mit seinem alten Dieselstinker dort parkt, hat schlechte Karten. Die Laternentanke kann Strom bis 11 KW liefern. Dazu habe man, so die Rheinenergie, nicht die technische Infrastruktur der Lampen umbauen müssen, also Kabelzuführungen, etc. Finanziert wurden die Laternentanken durch das EU-Projekt GrowSmarter, in dem die Stadt Köln, Stockholm und Barcelona aktiv sind.

Insgesamt besitzt die Rheinenergie rund 230 Ladepunkte an 130 zumeist öffentlich zugänglichen Stellen. Gerade im urbanen Raum, in dem viele Fahrzeuge im öffentlichen Raum geparkt werden, will die Rheinenergie nun die Ladestation an der Laterne testen.

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

21062018_HausFriesenplatz1

Köln | Der erste Bauabschnitt für das Haus Friesenplatz hat am heutigen Donnerstag mit dem feierlichen Richtfest das offizielle Ende der Rohbauarbeiten begangen. Anfang 2019 soll der erste Bauabschnitt bezugsfertig sein.

Köln | Die Mitglieder des Branchenverbandes Kölnmetall haben auf ihrer gestrigen Mitgliederversammlung Dr. Margarete Haase im Amts als Vorsitzende des Vorstands bestätigt. Auch sonst bleibt vieles beim Alten.

heil_koeln_19062018

Köln | Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sprach heute in Köln mit sechs Fahrern der Lieferdienste Foodora und Deliveroo. Mit am Tisch der DGB und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Deutliche Worte fand der Minister gegen die sachgrundlose Befristung von Arbeitnehmern und das Unterwandern von Unternehmen der Arbeitnehmerrechte, wie der Gründung eines Betriebsrates. Heil stellte zur neuen Plattformökonomie fest: „Der technische Fortschritt muss auch zum sozialen Fortschritt für die Menschen werden.“

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS