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Der Flughafen Köln/Bonn soll weiter wachsen. Das haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat auf einer gemeinsamen Klausur beschlossen.

Flughafen Köln/Bonn: Aufsichtsrat und Geschäftsführung wollen weiteres Wachstum

Köln | Im Rahmen einer zweitägigen Klausur haben sich die Mitglieder von Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Airport-Betreibers Flughafen Köln/Bonn mit der zukünftigen Entwicklung beschäftigt. In beiden Geschäftsfeldern Luftfracht und Passagierverkehr steht der Konrad-Adenauer-Airport gut dar. Nun soll das Kerngeschäft profitabel weiterentwickelt werden.

Wie die Betreibergesellschaft am heutigen Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt gab, waren sich Geschäftsführung und Aufsichtsrat in der grundlegenden Beurteilung der eigenen Wettbewerbsposition einig. Darüber hinaus sollen in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld neue Erlösquellen außerhalb des eigentlichen Flugbetriebes erschlossen und umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden.

Derzeit laufen bereits größere Infrastrukturprojekte wie die Sanierung der großen Start- und Landebahn sowie die dortigen Entwässerungssysteme. Mitte September begann das erste Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Vorfeldflächen, um so die Kapazitäten sowohl im Fracht- wie auch im Passagierbereich zu erhöhen. Auch der Neubau eines Hotels direkt am ICE-Bahnhof steht auf der Agenda.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind sich einig, dass die Flughafen Köln/Bonn GmbH auch in Zukunft Bodenverkehrsdienste anbieten soll. Der BVD, der im harten Wettbewerb mit privaten Drittanbietern steht, müsse allerdings auch einen eigenen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Sollte dafür eine eigenständige Rechtsform (Tochtergesellschaft) erforderlich sein, muss diese nach Überzeugung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung einem Tarifvertrag unterliegen und den gegenwärtig befristet beschäftigten Mitarbeitern eine dauerhafte Perspektive eröffnen. Zudem soll für diesen Fall der Stammbelegschaft der Bodenverkehrsdienste ein Bestandsschutz für ihre Arbeitsverträge garantiert werden, so das Votum der Verantwortlichen.

Bis zur nächsten Sitzung des Aufsichtsgremiums ist nun die Geschäftsführung am Zug. Sie soll bis zu einer gesonderten Sitzung des Aufsichtsrates eine ausführliche Vorlage über alle denkbaren Alternativen ausarbeiten. Auch die Führungsstruktur des Flughafens soll verschlankt werden. Einzelheiten dazu wurden aber nicht bekannt.

Zahlen und Fakten zum Flughafen

Flughafenkritiker hatten wiederholt Einwände vorgetragen und befürchten durch die Ausbaupläne zusätzliche Flugbewegungen und damit Lärmbeeinträchtigungen. Eine bis 2015 gültige Nachtflugerlaubnis für den Airport in der Wahner Heide war bereits vorzeitig bis zum Jahr 2030 verlängert worden, damals noch unter der vormaligen schwarz-gelben Regierung von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Die Nachfolgeregierung von SPD und Grünen hatte versucht, am Flughafen Kernruhezeiten einzuführen, scheiterte jedoch am Veto des Bundesverkehrsministeriums.

2017 zählte der Flughafen Köln/Bonn rund 12,4 Millionen Passagiere und 838.500 Tonnen Luftffracht. Bei einem leicht gestiegenen Umsatz von 325,5 Millionen Euro erwirtschaftete der Airport im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 3,8 Millionen Euro. 2016 lag dieser Wert noch bei 6,3 Millionen Euro.

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