Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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v.l.n.r.: Sven-Oliver Pink (Fond Of), Architekt Klaus Müller, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Oliver Steinki (Fond of) und Marco Bergmann (Zechbau) bei der heutigen Grundsteinlegung.

Grundstein für Neubau gelegt: Kölner Jungunternehmen expandiert

Köln | Das Unternehmen „Fond Of“ hat am heutigen Donnerstag den Grundstein für einen Neubau gelegt. Bis Ende 2019 soll auf einem Grundstück nahe der Alten Wagenhalle am nördlichen Ende von Braunsfeld ein 13.000 Quadratmeter große Firmengebäude entstehen.

Die heutige Grundsteinlegung fand im Rahmen eines Besuchstages der Kölner Oberbürgermeisterin statt. Drei Termine bei drei Kölner Unternehmen standen dabei auf der Agenda von Henriette Reker und ihrem Team. Auf dem mittleren der drei stand mit der Grundsteinlegung des Neubaus „The Ship“ ein Höhepunkt auf der Agenda. Denn der von Architekt Klaus Müller geplante Neubau mit seinen fünf Vollgeschossen gilt schon jetzt als das digitalste Bürogebäude Deutschlands.

„Das ganze Gebäude kann mit einer einzigen App gesteuert werden“, erklärte Fond Of-Mitbegründer und Mitglied der Geschäftsführung, Oliver Steinki. Das Unternehmen, das vor zehn Jahren als Sieger des damaligen NUK-Businesplan-Wettbewerbs mit der Produktion und dem Vertrieb innovativer, weil ergonomischer Schulranzen (ergobag) begann, hat sich inzwischen an seinem derzeitigen Standort in der früheren 4711-Zentrale in Ehrenfeld zu einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit inzwischen acht Marken gemausert. So will das Unternehmen den Neubau vor allem für seine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen.

Neben den Angestellten des Unternehmens soll es am neuen Standort aber auch eine Art Coworking- und Startup-Center geben. Das dient in erster Linie als Workspace für die derzeit schon bestehenden Beteiligungen der Fond Of-Gruppe an weiteren jungen Unternehmen. Das Fond Of-Team umfasst bereits jetzt mehr als 200 Beschäftigte. Und derzeit expandiere man weiter, versicherte Geschäftsführer Steinki.

Digitale Vernetzung – Intelligent und individuell

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Ein geschwungener Rundbau nach den Plänen des Kölner Architekten Klaus Müller soll das Industriegebiet im nördlichen Teil von Braunsfeld auch städtebaulich aufwerten.

Das Besondere an dem Neubau, in dessen Grundstein seit heute die Printausgaben großer Kölner Tageszeitungen schlummern, sind weniger die vier Etagen, das integrierte Gym oder die Tiefgarage mit seinen rund 90 Stellplätzen. Vielmehr ist es ein bisher in Deutschland nicht gekanntes Konzept, die gesamte Gebäudetechnik auf die späteren Nutzer und ihre Anforderungen abzustimmen. Dafür konnten die Initiatoren den Dienstleister Drees & Sommer als Generalplaner für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) gewinnen, die über ihr Aachener Büro und mit Unterstützung der RWTH Aachen die digitale Anwendung eigens für diesen Zweck entwickelt haben.

In dem Gebäude steuern rund 2500 Sensoren die wesentlichen Technischen Gewerke wie Beleuchtung, Klimatechnik oder Belüftung. Auch sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des aufstrebenden Kölner Unternehmens zukünftig über die App erfahren, ob es sich gerade lohnt, in das hauseigene Gym oder die Kantine zu gehen oder nicht. Die App zeigt den Nutzern dabei unter anderem die Belegung der Laufbänder im Gym oder die Zahl der freien Plätze in der Kantine.

Viele Dinge wie etwa die Beleuchtung sind voreingestellt. Das hängt damit zusammen, dass Menschen sich bei einer bestimmten Luxzahl besonders wohl fühlen. Die App erlaubt es aber auch, jedem seine individuellen Wünsche zu erfüllen und die Gebäudetechnik daraufhin einzustellen. „Ich zum Beispiele sitze auch in der dunklen Jahreszeit gerne im T-Shirt im Büro, andere mögen es eher kühl“, beschriebt Steinki eines dieser Anwendungsbeispiele.

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Die ersten Fundamente sind bereits gesetzt. Ende 2019 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

„Die heutige Grundsteinlegung ist ein Zeichen des Aufbruchs. Das Schiff wird fahren und die Philosophie des Unternehmens wird dazu beitragen“, machte Oberbürgermeisterin Reker den Anwesenden Mut. Der Neubau wird von Zechbau als Generalunternehmer realisiert. Die Pläne für den Neubau stammen aus der Feder des Kölner Architekten Klaus Müller. Über die Investitionssumme machte der Bauherr keine Angaben.

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