Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

IHK-2008

Gute Stimmung in der Kölner Wirtschaft

Köln | In der aktuellen Konjunkturumfrage der Kölner Industrie- und Handelskammer stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. 721 Unternehmen aus dem Kammerbezirk haben an der Umfrage teilgenommen. Stimmung und Auslastung sind gut. Lediglich bei den Exportaussichten gibt es eine leichte Zurückhaltung.

Wie die Kölner IHK am heutigen Mittwoch berichtete, stieg der Gesamtindikator für die Region Köln mit Leverkusen und den drei angrenzenden Landkreisen Rhein-Berg, Rhein-Erft und Oberberg gegenüber der letzten Umfrage im Winter noch einmal von 126,9 auf 127,2 Indexpunkte an. Zwar wurde bei der aktuellen Lage der historische Höchststand vom Januar 2018 nicht ganz erreicht, bleibt aber der dritthöchste in diesem Jahrtausend. Die Erwartungen der Unternehmen an die Entwicklung der kommenden zwölf Monate sind deutlich zuversichtlich und gegenüber der letzten Umfrage sogar noch etwas gestiegen. Gut gefüllte Auftragsbücher und eine ansehnliche Kapazitätsauslastung lassen die Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken, erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichhardt.

„Der Optimismus ist ungebrochen, das zeugt von der stabilen Wirtschaftslage in der Kölner Region. Allerdings verunsichern die Risiken im internationalen Umfeld zunehmend, das handelspolitische Umfeld ist deutlich schwieriger geworden“, führte Reichardt aus. Sorge bereiten den Unternehmen Protektionismus, Handelsbarrieren und Zölle. Bei geplanten Investitionen stehen nach wie vor die Ersatzbeschaffungen im Vordergrund (62 Prozent), höhere Investitionen planen dabei besonders die Nahrungs- und Genussmittelproduktion, der Großhandel, die Chemie- und Pharmaindustrie, die Kreditwirtschaft, Informationswirtschaft und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Die Einstellungsbereitschaft nahm im Frühjahr 2018 noch einmal leicht zu. 33,4 Prozent und damit rund ein Drittel aller befragten Unternehmen (Winter 2017/18: 29,3 Prozent) geben an, in den kommenden Monaten weitere Mitarbeiter einstellen zu wollen. Dem steht allerdings der Fachkräftemangel gegenüber, zum dritten Mal bewerteten Unternehmen das als größtes Risiko.

Kölner Zahlen liegen im Trend

In Köln selbst lag der Konjunkturindex ebenfalls höher als in der Winterumfrage. Im Gegensatz zur vorherigen Umfrage legte in der Domstadt auch der Lageindex noch einmal zu. Das lag vor allem daran, das in der Frühjahrsumfrage nur noch 4,4 Prozent der Befragten ihre derzeitige Situation als „schlecht“ einstuften, im Winter waren das noch 6,3 Prozent. Gleichzeitig blieb der Anteil der Unternehmen mit „guter“ Geschäftslage mit 53,1 Prozent (Winter: 53,5 Prozent) nahezu konstant. Der Lageindex stieg folglich um 1,5 Indexpunkte auf 48,7, ein neuer Höchststand.

Auch bei den Geschäftserwartungen gab es ein Plus. Das fiel mit 3,4 Indexpunkten gegenüber der vorangegangenen Umfrage noch etwas deutlicher aus. Der Anteil der Optimistien stieg von 18,8 auf 21 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil der Pessimisten von 12,1 auf 10,9 Prozent zurück. Das Saldo erhöhte sich von 6,7 auf 10,1 Indexpunkte. Mit 68 Prozent blieb der größte Teil der befragten Unternehmen aber neutral, was die eigenen Geschäftserwartungen anging.

Bei den Investitions- und Beschäftigungsplänen gab es deutliche Zuwächse. Während der Index bei den Investitionen um 12,2 auf 27,8 Indexpunkte anstieg, dennoch aber nicht ganz an den Höchstwert vom Herbst 2017 herankam (30 Indexpunkte), scheinen die Beschäftigungspläne neue Höhen zu erklimmen. Hier erhöhte sich der Index um 9,1 auf 23,9 Indexpunkte. Mehr als ein Drittel (37,3 Prozent) der Befragten gaben an, den Personalbestand erhöhen zu wollen, zugleich sank der Anteil der Unternehmen, die ihr Personal reduzieren wollen, von 14,8 auf 13,4 Prozent. Dieser Trend lässt sich auch an den offiziellen Arbeitsmarktzahlen vom April ablesen. Während die Zahl der Arbeitslosen weiter zurückging, stieg die Zahl der offenen Stellen auf zuletzt 9393. Damit bewegt man sich jedoch nach Angaben der Agentur für Arbeit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

„Es ist für die Unternehmen zusehends schwieriger altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter durch qualifizierte Nachwuchskräfte zu ersetzen. Wir unterstützen in dieser Situation mit unserer Fachkräfteberatung“, kommentierte Reichardt diesen Trend aus Sicht der Wirtschaft. Sorgen bereiten den Unternehmen außerdem die gestiegenen Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, hierbei besonders die Steuer- und Abgabenlast, die Zinsentwicklung, eine schlechte Breitbandabdeckung sowie die drohenden Dieselfahrverbote.

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

avg_step_13062019

Nach einem Jahr Bauzeit nimmt die AVG in Niehl eine der modernsten Aufbereitungsanlagen in Deutschland in Betrieb.

Köln | Jedes Jahr fallen in Deutschland mehr als acht Millionen Tonnen Altholz an – das reicht von der Euro-Palette bis zum Abbruch- oder Sperrmüllholz, die verarbeitet werden müssen. Bei der AVG Ressourcen in Niehl werden jährlich rund 90.000 Tonnen angeliefert – diese stammen aus Köln, zum Beispiel von den Holzverpackungen für Motoren in den benachbarten Ford-Werken, aber auch aus der Region wie dem Bergischen Land, der Eifel, Düsseldorf und Aachen.

eh_pixabay_13062019

Köln | aktualisiert | Die Handelslandschaft in NRW wird sich grundlegend ändern, dies ergibt die Studie „Handelsszenarien Nordrhein-Westfalen 2030“ des IFH Köln im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Kann der Wandel im Handel gelingen?

Köln | Die PSA-Gruppe verlässt Köln. Das teilte das Unternehmen vergangene Woche via Pressemitteilung mit. Jetzt traf sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit Rasmus Reuter, Geschäftsführer der Peugeot Citroën Deutschland nach der Standortentscheidung gegen Köln. Der stellte in dem Gespräch, so die schriftliche Mitteilung der Stadt, dass es sich alleine um eine Unternehmensinterne Entscheidung gehandelt habe.

Interviews zur Europawahl 2019

koepfe_europawahl_2019

Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >