Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

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IHK-Blitzumfrage: Unternehmen in der Region sind in existenziellen Nöten

Köln | aktualisiert | Die Kölner Industrie- und Handelskammer (IHK) startete eine Blitzumfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen. 840 Unternehmen beteiligten sich. Fast zwei Fünftel der Unternehmen sprechen von Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent und 22 Prozent machen derzeit gar keine Umsätze mehr. Die IHK titelt: "Corona-Krise stürzt weite Teile der regionalen Wirtschaft in existenzielle Nöte".

Neben Industrieunternehmen seien auch Bauunternehmen betroffen, so die IHK. 40 Prozent der Unternehmen, die sich beteiligten beantragten bereits die Soforthilfe der Bundesregierung. 27 Prozent bemühten sich um Kurzarbeitergeld und 20 Prozent beantragten Steuerstundungen oder eine Absenkung der Steuervorauszahlungen.

Die IHK stellt fest, dass viele Betriebe derart einschneidende Auswirkungen nicht monatelang durchhalten werden können. Besonders in den Blick nimmt die Kammer die Mittelständler mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese können keine Soforthilfe beantragen und das Hausbankverfahren sei schwierig, da angesichts der unklaren Lage, wie lange etwa die Einschränkungen dauern werden, keine Planung möglich sei. Diese ist aber Voraussetzung im Hausbankverfahren, um an Liquiditätshilfen zu kommen. Die IHK ist sich sicher, dass wenn es nicht in absehbarer Zeit zu Lockerungen komme, weitere Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft nötig seien.

Exit aus Shutdown: DIHK verlangt Planungssicherheit noch vor Ostern

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat eine klare Exit-Strategie aus dem Corona-Shutdown und Planungssicherheit für die Wirtschaft noch vor Ostern gefordert. "Wir können im Wochentakt messen, wie sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe verschlechtert. Deshalb brauchen viele in der Wirtschaft schnell Klarheit zu offenen Fragen. Die Unternehmen müssen vor den Feiertagen wissen, woran sie sind", sagte Schweitzer der "Rheinischen Post". Es dürfe kein Dauerzustand werden, dass sonntags verkündet werde, was ab Montag gelte. "Unternehmern fällt es schwer, nichts tun zu dürfen", so der DIHK-Präsident weiter.

Sie sollten aber wenigstens die Perspektive erhalten und sich darauf vorbereiten können, wie sie hoffentlich bald wieder mit bestimmten Einschränkungen agieren dürften.

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