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Diese Unterschrift von OB Henriette Reker soll – neben fünf weiteren – den Bau neuer Wohnungen voranbringen.

„Kölner Wohnbündnis“ soll Wohnungsbau beschleunigen

Köln | Ein „Wohnbündnis“ soll den Kölner Wohnungsmarkt wieder in Schwung bringen. Ziel: 6.000 neue, vor allem bezahlbare Wohnung im Jahr. Unterschrieben haben den Vertrag neben der Stadt private und öffentliche Bauträger und Hausbesitzer. Geltungsdauer: bis 2030.

Aktuell kann der Wohnungsmarkt die Nachfrage des Bevölkerungszuwachses nicht befriedigen. So wurde 2016 lediglich der Bau von 3.800 neuen Wohnungen bewilligt. Es hakt unter anderem an fehlendem Bauland und an überlangen Bearbeitungen von Baugenehmigungen durch die Stadt.

OB Reker: Das Bündnis ist ein wichtiger Meilenstein

„Das Ziel von 6.000 neuen Wohnungen werden wir nicht schon im nächsten Jahr erreichen, aber Schritt für Schritt“, dämpfte OB Henriette Reker bei der Vertragsunterzeichung die Euphorie. Doch sei das „Kölner Wohnbündnis“ die richtige Entscheidung und ein „wichtiger Meilenstein“.

Neben der Stadt gehören ihm an die Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag), die Wohnungsbau Initiative Köln (WIK), der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 (Haus und Grund), der Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen, Landesverband Nordrhein-Westfalen und der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland.

Sie Stadt will Bauanträge künftig schneller bearbeiten

Im Vertrag verpflichtet sich die Stadt unter anderem dazu, die Bearbeitungszeiten bis zu einer Genehmigung eine Bauantrags auf drei bis sechs Monate zu beschleunigen. Dazu diene unter anderem eine Umstrukturierung des Bauamtes, die im Zuge der Verwaltungsreform ein Pilotprojekt sei, so Reker.

Großes Problem bleibt das fehlende Bauland. Kathrin Möller von der köln ag (ihr gehören neben der GAG vor allem gemeinnützige Kölner Wohnungsgenossenschaften an) verwies darauf, dass ihre Mitglieder schon in vielen Siedlungen nachverdichtet hätten. Gleiches vermeldete Thomas Tewes (Haus und Grund) hinsichtlich der Aufstockung von Dachgeschossen oder der „Innenverdichtung“, das heißt der Bebauung von Hinterhöfen. Seine Forderung „Da muss dann auch mal ein Baum fallen dürfen“ wird ihn bei Umweltschützern sicher nicht beliebter machen. Luft sieht er dagegen beim Füllen von Baulücken, von denen es in Köln noch einige gibt, die schon seit Kriegsende 1945 bestehen.

Bleibt das Problem des fehlenden Baulands. Hoffnung setzt man hier auf die Erfassung möglicher Grundstücke: „Mobilisierung von zusätzlichen Wohnflächenpotenzialen und die Zusammenführung zu einem neuen, im Jahr 2018 zu veröffentlichenden Wohnungsbauprogramm“ heißt das offiziell.

Einige Maßnahmen wurden schon durch das „Wohnungsbauforum“ eingeleitet

Dieses Kataster ist eines der Ergebnisse des Wohnungsbauforums. Das wurde in ähnlicher Besetzung nach einem Ratsbeschluss von 2014 ins Leben gerufen und brachte nun auch das „Wohnbündnis“ hervor. Weitere bereits umgesetzte oder eingeleitete Ergebnisse sind unter anderem das Kooperative Baulandmodell und die Vergabe von städtischen Grundstücken nach Konzeptqualität. Dazu gehört auch der Erlass sogenannter „Sozialer Erhaltungssatzungen“, denn beim Bauen gelte es auch Quartierentwicklung, Stadtplanung, Verkehr und Klimaschutz zu beachten, betonte die Oberbürgermeisterin.

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