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Die Vermarktung des Güterbahnhofs Ehrenfeld schreitet voran. Nun hat der Projektentwickler Pandion zwei weitere Baufelder erworben. Bild: Archiv

Pandion erwirbt zwei Baufelder im „Ehrenveedel“

Die Umwandlung der Brachfläche des früheren Güterbahnhofs Ehrenfeld in ein urbanes Stadtquartier schreitet voran. Am gestrigen Sonntag meldete der Eigentümer Aurelis, dass der Kölner Projektentwickler Pandion zwei Baufelder erworben hat.

Köln | Die beiden Grundstücke umfassen eine Grundfläche von rund 9200 Quadratmeter. Die Gesamtfläche des ehemaligen Güterbahnhofs liegt bei rund 70.000 Quadratmeter und befindet sich zwischen der dort verlaufenden Bahnstrecke, Maarweg und Vogelsanger Straße. Dort werden nach aktuellem Stand der Planungen bis zu 500 Wohneinheiten, eine vierzügige Kindertagesstätte, ein öffentlicher Grünzug und ein Spielplatz entstehen. Darüber hinaus sind an der Ostspitze insgesamt 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Kultur, Büro, Hotel, Gastronomie und Handel vorgesehen.

Für Pandion ist es bereits der zweite Deal, erst im Dezember vergangenen Jahres erwarb das Unternehmen ein 6500 Quadratmeter großes Grundstück von Bauwens/Baucon. Dort soll eine Bruttogeschossfläche von rund 10.500 Quadratmeter entstehen. Mit dem neuerlichen Erwerb umfasst das Portfolio von Pandion im „Ehrenveedel“ nunmehr eine Grundstücksfläche von 15.700 Quadratmeter mit einer zulässigen Bruttogeschossfläche von 26.300 Quadratmeter.

„Mit dem Erwerb dieser Baugrundstücke haben wir von Aurelis die Verpflichtung übernommen, eine kleinteilige Mischung mit sehr unterschiedlichen Eigentumsstrukturen zu realisieren. Das Angebot reicht vom frei finanzierten Wohnungsbau mit Miet- oder Eigentumswohnungen bis zu etwa 20 Prozent gefördertem Wohnungsbau“, betonte Pandion-Vorstand Reinhold Knodel.

Reizvoller Beitrag zur Stadtentwicklung“ - Erschließung in Kürze abgeschlossen

„Wir haben im Ehrenveedel die Chance, an unserem Stammsitz einen reizvollen Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten“, so Knodel weiter. Für detaillierte Pläne sei es kurz nach dem Erwerb der Grundstücke noch zu früh. Die Immobilienspezialisten befassen sich aktuell mit Entwürfen des Kölner Architektenbüros Römer & Partner, das an einem Architektenwettbewerb der Aurelis zur Gestaltung des „Ehrenveedel“ teilgenommen hatte. Insgesamt beabsichtigt Pandion, auf den drei Wohnbaufeldern 265 Eigentumswohnungen errichten.

Im April soll die Erschließung des gesamten Geländes durch die Strabag AG Rheinland abgeschlossen sein. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Realisierung der notwendigen Lärmschutzmaßnahmen. Für das zwölf Meter hohe und rund 550 Meter lange Bauwerk hat Aurelis bereits den Bauantrag gestellt. „Die Ausschreibung ist in Vorbereitung, so dass wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen könnten“, so Holger Coers, Teamleiter Development Rheinland von Aurelis. Das Lärmschutzbauwerk ist als Kombination aus Wall und Wand konzipiert

Ostspitze in der Vermarktung – Gespräche mit Jack in the Box laufen weiter

Der Eigentümer Aurelis vermarktet auch die sogenannte Ostspitze des Areals: Hier sind rund 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für nicht störende gewerbliche Nutzungen vorgesehen. „Für den geplanten maximal zwölfgeschossigen Hochpunkt an der Ostspitze des Areals gibt es intensive Gespräche mit Büronutzern, Hotelbetreibern und einer Bäckerei“, ergänzte Olaf Geist, Leiter der Aurelis Region West.

Mitte 2019 rechne man mit dem Baubeginn für ein erstes Hochbauprojekt im gewerblichen Teil des Geländes. Auch hier hält Aurelis am Konzept kleinteiliger Vermietungen im Sinne einer „Ehrenfelder Mischung“ fest. Interessenten gebe es nach Auskunft der Aurelis auch für den Betrieb der geplanten vierzügigen Kindertagesstätte, betonte die Hochtief-Tochter Aurelis weiter.

Gespräche über die Integration einer kulturwirtschaftlichen Nutzung im Rahmen des Gesamtkonzeptes zwischen dem Immobilienunternehmen Aurelis und Jack in the Box sind inzwischen deutlich fortgeschritten. „Nach konstruktiver Zusammenarbeit in verschiedenen Workshops hat Jack in the Box ein umfassendes Nutzungskonzept eingereicht, das wir nun an die Verwaltung weiterreichen werden“, so Coers. Dort werde geprüft, ob die Vorstellungen am Standort im Rahmen des Bebauungsplans für das „Ehrenveedel“ umsetzbar seien.

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